Kinder toben auf Kletterparcours

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Im Rahmen der Serie „WAT schön – WAT schäbig“ werfen die WAZLeser einen kritischen Blick auf das, was vor ihrer Haustür passiert. Aber auch Vereine, Verbände und Politiker melden sich zu Wort und informieren darüber, was Schönes oder Schäbiges passiert.

So etwa die Ludwig-Steil-Kinder- und Jugendeinrichtung der ev. Kirchengemeinde Wattenscheid. Der Leiter Karl-Wilhelm Roth teilte mit, dass der Beschluss des Jugendhilfeausschusses (JHA) zur Einrichtung des Kletterparcours, bereits im April vorigen Jahres gefasst, nun umgesetzt wurde: die Errichtung eines solchen Parcours neben dem Vereinsheim des VfB Günnigfeld, Martin-Lang-Straße.

Initiator war Andreas Knost vom Kinderbüro Bochum, der den Arbeitskreis „Mobile Arbeit“ ins Leben gerufen hatte. Unter Mitwirkung von Holger Pascheka vom Umwelt- und Grünflächenamt wurde der Parcours nun – nach umfangreichen Vorarbeiten durch Frank Scheffler vom VfB-Günnigfeld – fertiggestellt. Kostenpunkt: 8000 Euro. Finanziert wurde der Parcours aus Mitteln zur Umsetzung der Spielleitplanung mobiler Angebote. Die ersten Kletterkünstler toben sich schon aus.

Neubepflanzung gespendet

Neben den vielen Bäumen, die Pfingststurm „Ela“ entwurzelt oder beschädigt habe, so Horst Ley vom Grünflächenverein „pro grün“, „mussten auch einige Schattenspender wegen gefährlicher Vegetationsschäden gefällt werden, obwohl der Sturm sie verschont hatte.“ So nennt Ley auch zwei bedeutende Ahorne auf dem Parkplatz „Am Wall“. Sie seien bereits im vergangenen Sommer „trocken gefallen“ und in diesem Frühjahr aus Sicherheitsgründen entfernt worden. Da das Grünflächenamt der Stadt Bochum wegen der starken Inanspruchnahme finanzieller Mittel in Folge der Sturmschäden nicht zusagen konnte, bereits in diesem Frühjahr für Ersatz zu sorgen, hat „pro grün“ jetzt durch eine Spende eine Neupflanzung ermöglicht.

Anfrage an die Verwaltung

Neu hergerichtet wurde die Geitlingstraße bereits im vergangenen Jahr. Das teilt Wolfgang Schick, SPD-Bezirksfraktionschef, mit. Allerdings: „Es handelt sich hier um eine 30-km/h-Zone. Leider sind bis heute keine Markierungen für die Parkbuchten eingezeichnet und es fehlen die Piktogramme 30 auf der Fahrbahn.“ Darüber hinaus stehe, von der Bochumer Straße aus kommend, immer noch ein Bauschild, dass ein Befahren von Autos und Motorrädern verbiete. Hier solle „umgehend Abhilfe geschaffen“ werden. Eine entsprechende Anfrage sei bereits an die Verwaltung gerichtet worden.