Kinder können Natur erleben

Die Grünfläche liegt im Bereich Westenfelder Straße/Auf dem Esch
Die Grünfläche liegt im Bereich Westenfelder Straße/Auf dem Esch
Foto: WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Schon seit Jahren wird über das in Westenfeld geplante Projekt „Naturerfahrungsraum – Wildnis für Kinder“ diskutiert. Jetzt rückt die Realisierung in greifbare Nähe: Im Juni soll die Freigabe erfolgen. Die rund zwei Hektar große Fläche liegt im Bereich Auf dem Esch/Westenfelder Straße.

Zum Hintergrund: Die Biologische Station „Östliches Ruhrgebiet“ plante Natur-Erlebnisorte für Kinder, insgesamt sechs in ganz Bochum; Landesfördermittel für das naturnahe Spielparadies in Höhe von 101 000 Euro wurden bewilligt. Eines dieser „wilden Areale“ befindet sich in Wattenscheid.

Neue Baumreihe

Die Fläche gehört der Stadt. „Viel muss man hier nicht tun, das Gebiet ist auch jetzt schon schön und gut dafür geeignet, um Stadtkindern das Thema Wildnis und Natur näher zu bringen“, erklärt Jürgen Heuser, Leiter der Biologischen Station.

Dem Nachwuchs soll auf Exkursionen und beim freien Spielen die relativ wilde Natur erlebbar werden. Das Gebiet kann – wenn der Start im Juni klappt – dann schon in der zweiten Jahreshälfte genutzt werden. „Es ist eine 100-Prozent-Förderung der Sachkosten, Baumaßnahmen und der Öffentlichkeitsarbeit, um das Angebot dann bekannt zu machen“, so Jürgen Heuser.

Die Biologische Station hatte das Gelände mehrfach begutachtet und für gut befunden. Die Voraussetzungen seien gut, die Fläche biete sich geradezu dafür an: viel Wildwuchs, gut erreichbar und vom Sportplatz aus einsehbar. Zudem spielen dort schon einige Kinder. In Richtung Rewe-Parkplatz ist eine Baumreihe als Sichtschutz geplant.

Jürgen Heuser hat dieses Vorhaben bereits in mehreren politischen Gremien vorgestellt, auch die Wattenscheider Bezirksvertretung begrüßte das Konzept. Es wurden mittlerweile auch Kontakte zur Sozialraumkonferenz Westenfeld aufgenommen, in der Schulen, Kitas, Jugendeinrichtungen etc. vertreten sind.

Diese „wilden Ecken“ sollen Stadtkindern ermöglichen, draußen Natur pur zu erleben – im Zeitalter von Handy, Fernseher und Computer nicht unbedingt typische Freizeitaktivitäten der Kids. Mit der Natur können viele leider nur wenig anfangen. Das Projekt soll dazu beitragen, dies zu ändern, hofft Heuser. Was das Verstehen von Umwelt und die eigene Entwicklung fördere – vom Stubenhocker zum Naturfreund.

In Herne, der Heimatstadt der Biologischen Station „Östliches Ruhrgebiet“, gibt es schon ein Pilotprojekt. Die Erfahrungen, die man gesammelt hat, sollen in die neuen Flächen einfließen.

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