Kinder erfolgreich gefördert

Ihr Abschlussfest feierte jetzt die aktuelle „Rucksack“-Projektgruppe.
Ihr Abschlussfest feierte jetzt die aktuelle „Rucksack“-Projektgruppe.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler

Wattenscheid.. Das interkulturelle „Rucksack-Projekt“ bietet Grundschülern mit Migrationshintergrund gezielte Sprachförderung, um sie in die Regelklassen integrieren zu können. Das derzeitige Projekt in der Gertrudisschule sei sehr erfolgreich verlaufen, betonten Integrationslehrerin Sabine Repkewitz-Salomon und Selma Aslan, Projektkoordinatorin und Mitarbeiterin des Kommunalen Integrationszentrums Bochum (KiBo), im Rahmen der Abschlussfeier.

Seit September 2014 besteht ein Kooperationsvertrag der Gertrudisschule mit dem KiBo, um gemeinsam das Programm durchzuführen. Kinder aus Familien mit Zuwanderungsgeschichte bedürfen oft einer besonderen Unterstützung hinsichtlich ihrer Sprachentwicklung.

Zusammenarbeit mit Eltern

Das Programm „Rucksack Schule“ setzt dabei verstärkt auf die Zusammenarbeit von Eltern mit Migrationshintergrund und der Grundschule. Ziel ist eine verbesserte Integration der Kinder in Schule und Gesellschaft.

Im Einzelnen soll die Durchführung dieses Programms folgende Aspekte interkulturellen Lernens unterstützen: Optimierung der Sprachentwicklung, Förderung der Zusammenarbeit mit zugewanderten Eltern, Förderung der interkulturellen Ausrichtung der Grundschule, Abstimmung zwischen dem Unterricht in Deutsch als Zweitsprache und dem Sachunterricht, möglichst Koordinierung mit dem Unterricht in der Herkunftssprache, Heranführung der Eltern an Unterrichtsinhalte des Sachunterrichts im ersten Schuljahr (Elternbildung).

Für das KiBo steht Senel Özdemir Müttern mit Migrationshintergrund von Kindern des ersten Schuljahres mittwochs für zwei Stunden zur Verfügung, um die abgesprochenen Sachunterrichtsthemen mit ihnen zu erarbeiten. Erstmals unterrichtet sie zusätzlich auch die Kinder der Klasse 1d eine Stunde zu Themen des Sachunterrichts wie Körper, Klassenregeln, Schulsachen. Diese Neuerung im Rucksackprogramm habe sich außerordentlich bewährt.

Die teilnehmenden Mütter haben sich bereit erklärt, die Themen zuhause mit ihren Kindern weiter zu bearbeiten.

Im Rahmen des DaZ-Unterrichts der Klasse 1d werden die Inhalte zusätzlich vertieft. Hierfür verantwortlich ist die Integrationslehrerin der Gertrudisschule, Sabine Repkewitz-Salomon. Auch werden die abgesprochenen Themen im Laufe des Schuljahres im Sachunterricht der ersten Klassen angeboten, den die Klassenlehrer erteilen. Das Projekt erhält bisher auch Landesfördermittel.