Jugendfeuerwehr feiert 20-Jähriges

Die Wattenscheider Jugendfeuerwehr feiert ihre Gründung vor 20 Jahren mit einer Olympiade der Bochumer Jgendfeuerwehren
Die Wattenscheider Jugendfeuerwehr feiert ihre Gründung vor 20 Jahren mit einer Olympiade der Bochumer Jgendfeuerwehren
Foto: FUNKE Foto Services

Mit Festreden und einer „Feuerwehr-Olympiade“ für die Nachwuchs-Brandbekämpfer feierte die Jugendfeuerwehr Wattenscheid am Samstag ihr 20-jähriges Bestehen auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Günnigfeld.

Karl Appelhoff, Löschzugführer in Günnigfeld und Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren in Bochum, lobte die Bereitschaft der Jugendlichen, sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich in einer Gemeinschaft einzubringen. Und das nicht nur in der Jugend: „Siebzig Prozent der Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren in Bochum waren vorher in einer Jugendfeuerwehr aktiv, das ist ein Prozentsatz, der landesweit seinesgleichen sucht“, betont Appelhoff.

Viel seiner Freizeit hat auch Jörg Dornbach in den Dienst der Jugendfeuerwehr gestellt und wurde deswegen mit der Ehrennadel der deutschen Jugendfeuerwehr in Gold ausgezeichnet. Im Rahmen der Feier am Samstag legte Dornbach sein Amt als Jugendwart nun nieder. Sein Nachfolger ist Fabian Adolphy, Marcel Krell wurde zum stellvertretenden Jugendwart ernannt.

Spiele und Fettbrandexplosion

Dornbach war nicht nur Jugendwart in den vergangenen 20 Jahren, sondern auch aktiv bei der Gründung beteiligt. „Wir sind immer wieder von Jugendlichen angesprochen worden, die gerne bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen wollten, aber dafür noch zu jung waren. Daraufhin hatten wir uns überlegt, in Wattenscheid eine Jugendfeuerwehr zu gründen“, erinnert er sich. Und weil die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Günnigfeld die erste Jugendfeuerwehr in Wattenscheid gründete, bei der Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 mitmachen konnten, heißt sie auch immer noch Jugendfeuerwehr Wattenscheid, auch wenn es seit einigen Jahren in Eppendorf ebenfalls eine Jugendgruppe gibt.

Zum Fest waren alle Jugendfeuerwehrgruppen aus Bochum gekommen. Die Kinder und Jugendlichen wurden in Teams eingeteilt und mussten verschiedene Stationen durchlaufen, von Sackhüpfen über Knoten, die für die Feuerwehr wichtig sind, bis hin zu Gerätekunde ist alles dabei. Dornbach: „Es geht hier in erster Linie darum, Spaß zu haben.“ Außerdem führte Marcel Krell vor, warum man darauf achten soll, dass Spraydosen nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt oder im Auto liegen gelassen werden dürfen und man einen Fettbrand nie mit Wasser löschen darf. Die beiden gezielt herbei geführten Explosionen zeigten den Jugendlichen eindrücklich, wie schnell dadurch ein Brand entstehen kann und die „großen“ Kollgen dann zum Einsatz ausrücken müssten.