Jede Aktivität in diesem Bereich abgebrochen

Flüchtlingsheim: Ein Bericht in der WAZ über die Aktivität des Bezirksbürgermeisters Donner im Hinblick auf die Flüchtlinge im Bochumer Norden veranlasst mich zu dieser kurzen Anmerkung.

Ich wohne seit rund 40 Jahren in der Emilstraße in Höntrop etwa 200 Meter von den dort gelegenen Unterkünften entfernt. Lange Jahre war ich Vorsitzender des dortigen SPD-Ortsvereins und der SPD-Fraktion
in der Bezirksvertretung Wattenscheid. Wir haben uns damals
sehr intensiv darum bemüht, dass die hier wohnenden „Altbürger“ wussten, wer dort wieder in die Unterkünfte einziehen wird, und
wir haben dies unterstützt mit
etlichen Aktionen von Nachbarschaftstreffen bis hin zu Kinderfesten etc.

Wir haben auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht, von den bekannten „Klaukids“ über massive Polizeieinsätze, aber auch über bspw. eine libanesische Familie, deren Oberhaupt uns mit einer selbst gewählten Aktion über viele Monate hin beeindruckte, indem er die untere Emilstraße ständig mit Besen und Schippe sauber hielt.

Warum seit Jahren jede Aktivität in diesem Bereich abgebrochen ist, weiß ich nicht. Ich bin seit einigen Jahren nicht mehr in der Politik tätig, so dass ich mich nur ehrenamtlich persönlich einbringen könnte. Aber wenn die Politik nicht vorangeht, sehe ich wenig Möglichkeiten, denn auch kleine Aktivitäten benötigen nicht nur Geld, sondern auch Menschen, die sie unterstützen.