Jannick geht nach Japan
24.08.2010 | 15:52 Uhr 2010-08-24T15:52:00+0200
Wattenscheid.Jannick Holze (19) geht am 12. September nach Japan. Ein Spendenaufruf der WAZ half mit, die Weichen für den ungewöhnlichen Weg des passionierten Pfadfinders zu stellen.
Nachdem die finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Abiturient nun ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Sapporo absolvieren. Arbeiten wird Jannick Holze dort in einem integrativen Kindergarten mit behinderten und nicht behinderten Jungen und Mädchen.
„Es hat sich schließlich alles zum Guten gefunden“, freut sich der 19-Jährige auf seine zwölf Monde im Land der aufgehenden Sonne. Eine Abschiedsfeier für seine Freunde und Bekannten hat er schon gegeben. „Einige sind schon traurig, dass ich so weit fort gehe, aber ich bin sicher, dass ich in Japan Erfahrungen sammeln kann, die mir für meinen späteren Lebensweg sehr nützlich sein können. Also gehe ich mehr mit einem lachenden als mit einem weinenden Auge.“
Für Jannick Holze war bereits weit vor dem Abitur am Hellweg-Gymnasium klar, wie er seine berufliche Zukunft gestalten will. Ihn lockt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, außerdem ist ihm die Völkerverständigung ein Anliegen. „Das Freiwillige Soziale Jahr in Japan wird mir da sehr hilfreich sein“, ist der junge Mann sicher. Die Berufung, die er spürt, kommt übrigens nicht von ungefähr. Neben dem Engagement bei der Pfadfinderschaft wuchs Jannick Holze beim Judoka Wattenscheid zum Assistenztrainer der Kinder- und Jugendgruppe heran. Und mit Blick auf sein Jahr in Japan sagt Jannick Holze: „Besonders die Arbeit mit Heranwachsenden aus einem anderen Kulturkreis kann mir neue Ideen und Eindrücke vermitteln, die für eine kreative, begeisternde Kinder- und Jugendarbeit unverzichtbar sind.“
Verständigungsschwierigkeiten in seinem Gastland fürchtet der Wattenscheider nicht. Nach einem Intensiv-Kurs in der Volkshochschule habe er seine Japanisch-Kenntnisse mehr und mehr erweitert. „Das wird für eine Alltagskonversation schon passen“, sagt Jannick Holze. Ob er seine Jiu-Jitsu-Trainingskluft oder seinen Kimono auf die weite Reise mitnimmt, weiß er noch nicht. „Zwanzig Kilo Gepäck sind nicht viel.“
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Alle Achtung und viel Erfolg.
Michael Beckmann