Innenstadt soll attraktiver werden

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Mit einer kräftigen Geldspritze soll Wattenscheid – insbesondere die Innenstadt und der Bereich Hoch-/Bochumer Straße – attraktiver gemacht werden.

Rund 30 Millionen Euro öffentliche Fördermittel sollen in den nächsten Jahren in die Modernisierung und Erneuerung fließen – „städtebauliche Maßnahmen der Sozialen Stadt“ heißt der Schlüsselbegriff. Für das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Titel: „Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationengerecht“) gab die Bezirksvertretung am Dienstag einstimmig grünes Licht. Die Umsetzung ist in den Jahren 2016 bis 2020 geplant.

Von Gebäude bis Grünfläche

Erneuerungsbedarf ist unbestritten vorhanden, es gibt mehrere Handlungsfelder. Im Bereich „Wohnen/Bauen“ geht es u.a. darum, marode Häuser und Fassaden aufzuwerten und zu erneuern; dafür können die Eigentümer Zuschüsse erhalten. Ein Quartiersmanagement soll als Ansprechpartner und steuernd zur Verfügung stehen. Auch der Erhalt des Holland-Förderturms soll voran gebracht werden. Mittel sind zudem für die energetische Sanierung von Märkischer- und Pestalozzischule vorgesehen.

Der öffentliche Grün- und Freiraum soll aufgewertet werden. Mehr Grün ist für die City geplant. Auch Straßen und Plätze gelte es aufzumöbeln, besonders den August-Bebel-Platz.

Entgegen der ursprünglichen Planung ist der komplette Bahnhofsbereich an der Fritz-Reuter-Straße jetzt allerdings nicht mehr im Maßnahmenpaket enthalten. Auch andere Vorhaben (wie Aufwertung des Naturerlebnisparks Monte Schlacko, Verfügungsfonds Aktive Stadtteilzentren und Immobilien- und Standortgemeinschaft) sind herausgefallen, da die Stadt die Finanzierung der Eigenanteile nicht gewährleisten könne. Bei Einsparungen an anderer Stelle könnten die weggefallenen Maßnahmen aber doch noch umgesetzt werden.

Die Stadt hat einen Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt; 20 Prozent Eigenanteil muss die Stadt Bochum tragen. Zu den rund 30 Millionen Euro aus öffentlicher Hand werden im Gefolge noch erhebliche Gelder von privater Seite erwartet – insgesamt geht die Stadt so von rund 58 Millionen Euro aus, die in den Jahren 2016 bis 2020 im Zuge des Wattenscheider Entwicklungskonzeptes investiert werden.

Bereits im Vorfeld fanden mit den Bürgern mehrere Stadtkonferenzen statt, um Konzepte zu entwickeln. Viele Einwohner brachten dabei ihre Ideen ein, um Wattenscheid fortzuentwickeln und fit zu machen für die Zukunft.