Ingenieure der Ruhr-Uni untersuchen Straßenbeton

Wie bestimmte chemische Prozesse den Straßenbeton schädigen, untersuchen Ingenieure der Ruhr-Universität im Rahmen der Forschergruppe „FOR 1498“. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den Verbund für weitere drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro. Das Team um Prof. Dr.-Ing. Rolf Breitenbücher erforscht, wie man Schäden durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion – auch „Betonkrebs“ genannt – verhindern oder eingrenzen kann.

Dass die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Beton auftritt, ist seit etwa 100 Jahren bekannt. Die zugrunde liegenden Mechanismen sind jedoch noch nicht hinreichend verstanden. In den ersten drei Jahren der Förderperiode hat die Forschergruppe Randbedingungen identifiziert, die die Alkali-Kieselsäure-Reaktion begünstigen. Ständig überrollende Lkw erzeugen im Lauf der Zeit feinste Risse im Betongefüge. Durch diese können alkalische Verbindungen eindringen – etwa aus den im Winter aufgebrachten Taumitteln – und die schädigende Reaktion massiv beschleunigen.

In den kommenden drei Jahren wollen die Forscher der Ruhr-Universität neue Methoden entwickeln, um Schäden durch die Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Zukunft weitgehend zu vermeiden.