In Zukunft Zeit haben für Neues

Maria Anna Reen, Leiterin des Klaus-Steilmann-Berufskollegs, geht in den Ruhestand. Symbolisch übergibt sie hier die Schlüssel und die Schulvorschriften-Sammlung an den designierten Nachfolger Andreas Zimmermann.Fotos:Joachim Haenisch
Maria Anna Reen, Leiterin des Klaus-Steilmann-Berufskollegs, geht in den Ruhestand. Symbolisch übergibt sie hier die Schlüssel und die Schulvorschriften-Sammlung an den designierten Nachfolger Andreas Zimmermann.Fotos:Joachim Haenisch
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Maria Anna Reen, Leiterin des Klaus-Steilmann-Berufskollegs, geht in den Ruhestand. Sie wird sich künftig mehr im Verein „Die Brücke“ engagieren

Wattenscheid.. Für „ihre“ Schule am Start sein wird sie noch bis zum 31. Juli. Verabschiedet wird sie aber schon heute: Maria Anna Reen, Leiterin des Klaus-Steilmann-Berufskollegs, geht in den Ruhestand. Oder wohl eher Unruhestand, denn die rüstige 63-Jährige, die mit ihrem Mann in Eppendorf wohnt, hat viel vor. „Ich werde mir Zeit nehmen für die Dinge, die sonst immer zu kurz gekommen sind“, verriet sie der WAZ gestern im Gespräch. Lesen will sie, viele Biografien aber auch Belletristik, und Kulturelles erleben. Ihr Traum wäre, einmal die „MET“ in New York zu besuchen, womit sie sowohl die Oper als auch das Museum meint. Viel mehr Zeit für den elf Monate jungen Enkel Julian will sie haben und „ich werde mich mehr in der Brücke engagieren.“ Der Verein der Freunde und Förderer psychisch Behinderter, der die Cafeteria im Berufskolleg stemmt, „liegt mir sehr am Herzen“.

Maria Anna Reen, 1952 in Alstätte bei Ahaus im Münsterland geboren, machte ihr Abitur 1970 und studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften in Bochum. Im Anschluss an das Referendariat bekam sie eine Anstellung an den Kaufmännischen Schulen am Bochumer Ostring, wo sie ab 1994 stellvertretende Leiterin wurde.

Tolles Kollegium, das zusammenhält

1980 zog sie mit ihrer Familie, Ehemann und Tochter, nach Eppendorf. Im August 1996 bekam sie die Ernennung zur Schulleiterin der Kaufmännischen Schule II (Oberstudiendirektorin), seit 2011 das Klaus-Steilmann-Berufskolleg.

Sie war Klassen- und Fachlehrerin in Klassen der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten (ReNo) sowie der Sozialversicherungsfachangestellten (Sofa), wirkte als Mitglied im Berufsbildungsausschuss Sofa beim Bundesversicherungsamt (BVA) und beim Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS), als Ansprechpartnerin des Ministeriums für den Bereich Sofa, Sprecherin der Bochumer Berufskollegs und sie war Personalratsmitglied.

Fragt man sie heute nach den Flops ihrer Schulzeit, dann kommt spontan der damals bauliche Zustand der Schule. Sie sagt, „die lange Sanierung hat schwer an den Nerven gezerrt.“ Doch „in der Mitte der Nacht liegt der Beginn des Tages“, Maria Anna Reens Wahlspruch, der sich bewahrheiten sollte. Mit dem Konjunkturpaket II kam endlich die Sanierung des bis dato „marodesten Schulgebäudes in NRW“, wie es einmal in den Medien hieß, in Gang.

Stolz ist sie auf ein „tolles Kollegium, das zusammenhält“. Und die vielen Tops: Das K-S-Kolleg ist mit dem Schulentwicklungspreis „Gute Gesunde Schule“ ausgezeichnet, trägt das Gütesiegel „Individuelle Förderung Berufswahlsiegel - Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“, gilt als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Jetzt geht sie und sagt: „Wenn weg, dann weg.“