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Im Kosmetik-Mobil durchs Sauerland

06.05.2008 | 15:20 Uhr

Silke Asmuth setzt auf Flexibilität. Manche Kundinnen reisen aus München oder Sibirien an.Andere besucht die Eppendorferin in Dülmen, Bocholt oder Olpe

Im rollenden Kosmetik-Studio von Silke Asmuth wird auch medizinische Fußpflege angeboten. Hier kommt Eva Edler in den Genuss einer Behandlung durch die Eppendorferin. Foto: Gero Helm Foto: WAZ, Schumacher

Das Geschäft mit der Schönheit blüht. Fingernagelstudios schießen wie Pilze aus dem Boden. Auch in der Kosmetikbranche herrscht lebhafte Konkurrenz. Um sich aus der Schar der Mitbewerberinnen hervor zu heben setzt die Eppendorferin Silke Asmuth neben Qualität ("Das ist natürlich eine Grundvoraussetzung für Erfolg") auch auf Flexibilität. Sie erzählt: "Meine Kundinnen kommen teils von weit her - aus München etwa. Einmal reiste eine Mittdreißigerin, die ich in Danzig kennen gelernt hatte, sogar aus Sibirien an, um sich ein Permanent-Make up arbeiten zu lassen. Aber wenn die Damen nicht zu mir kommen, fahre ich zu ihnen." Deshalb hat Silke Asmuth ein Wohnmobil zum rollenden Kosmetik-Studio umfunktioniert. Mal geht sie auf Tournee durchs Sauerland, mal besucht die pfiffige Geschäftsfrau ihre Kundschaft im Münsterland.

Asmuth: "Natürlich könnte ich die Besuche auch mit dem Pkw machen. Aber das rollende Studio hat den Vorteil, dass ich stets einen perfekten Arbeitsplatz habe. Dazu zählt ein professioneller Behandlungsstuhl ebenso wie eine Tageslicht-Lupenleuchte. Und weil ich mich auf Permanent-Make up spezialisiert habe, ist absolute Sauberkeit, ja Sterilität, am Arbeitsplatz ein Muss."

Tatsächlich muss Silke Asmuth darauf achten, dass bei ihren Einsätzen alles hygienisch einwandfrei ist. Denn beim Permanent-Make up wird nicht wie in der klassischen Kosmetik auf der Oberfläche gearbeitet, sondern es geht im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut. Die Eppendorferin erläutert: "Beim Permanent-Make up wird die Farbe in der Haut eingelagert. Ich mache unter anderem Ober- und Unterlidstriche oder zeichne auch Lippenkonturen nach. Ein weiterer Bereich sind die Augenbrauen." Nach Asmuths Angaben bedeutet permanent bei den von ihr benutzen Farben, dass das Make up zwischen vier und acht Jahren hält. "Meine Kundinnen können schwimmen, saunieren, in den Regen kommen - das Make-up hält."

Gelernt hat die Eppendorferin Augenoptikerin. "Die damals erworbenen anatomischen Kenntnisse kommen mir auch jetzt sehr zu Gute." Nach dieser Lehre absolvierte Asmuth eine anderthalbjährige Ausbildung zu Kosmetikerin. Eine Berufsbezeichnung, die nicht geschützt ist. "Man darf sich leider auch nach einem zweiwöchigen Abendkurs Kosmetikerin nennen. Man kann sich vorstellen, welche gravierenden Auswirkungen es haben kann, wenn dann so jemand Permanent-Kosmetik anbietet", sagt Asmuth, die seit 16 Jahren selbstständig ist.

Von Bernd Nickel


Kommentare
07.05.2008
23:00
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