Ideen für die Ruhrstraße sammeln

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Wattenscheid..  Der Eppendorfer Ortskern gleicht derzeit einer – zumindest schon gedanklichen – Großbaustelle. Denn ein Kreisverkehr wird an der Engelsburger Straße bereits gebaut, ein anderer folgt später „Am Thie“, wo gerade außerdem ein neuer Wohnkomplex in die Höhe schießt. Einzig, was aus der früheren Grundschule an der Ruhrstraße 30, dem dortigen Grundstück und der Fläche daneben langfristig werden soll, steht noch nicht fest. Daher will die Eppendorfer SPD Ideen sammeln und lädt am kommenden Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr zur Bürgerversammlung ins Elsa-Brändström-Haus, Elsa-Brändström-Straße 131, ein.

Junge Familien ansiedeln

„Wohnen und Leben in Eppendorf“ lautet das breit angelegte Thema an diesem Abend. „Seit Jahren wird in Eppendorf über die Nutzung des Geländes am alten Sportplatz an der Ruhrstraße in der Öffentlichkeit diskutiert. Diese Diskussion ist in den letzten Monaten um die Zukunft des Gebäudes und des Grundstücks der angrenzenden Grundschule erweitert worden. In der Veranstaltung sollen Vorschläge gesammelt und Lösungswege aufgezeigt werden“, kündigt der SPD-Vorstand an. Daher gelte die Einladung explizit nicht nur für SPD-Mitglieder.

Indes werden an diesem Abend Gesprächspartner vor Ort sein, die etwas über die Zukunft des entsprechenden Gebietes sagen können: Dieter Fleskes, SPD-Ratsmitglied und Sprecher im Ausschuss für Planung und Grundstücke, OB-Kandidat und Landtagsabgeordneter Thomas Eiskirch sowie ein VBW-Vertreter stehen Rede und Antwort.

Während der Ortsverein Ideen sammeln will, hat er selbst schon ein Konzept als Diskussionsgrundlage vorbereitet. „Der Ortsverein sollte anregen, durch die Schaffung barrierearmer Wohnungen eine Stadteilerneuerung der Generationen – wenn auch im kleinen Maßstab – anzustoßen. Dies könnte dadurch gelingen, dass durch Verkauf oder Vermietung etwas großzügiger geschnittener Wohnungen besonders älteren Einfamilienhausbesitzern ein Anreiz geboten wird, aus ihren Häusern in Wohnungen umzuziehen. So könnten sie ihr Eigentum an junge Familien übergeben und dennoch in ihrem Stadtteil wohnen bleiben. Somit bleiben soziale Bindungen erhalten“, heißt es darin etwa. Auf dem Gelände sollten also Mehrfamilienhäuser gebaut werden, Einfamilienhäuser entstehen derweil auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Örtliche Partner müssten ins Projekt eingebunden werden – etwa zur Pflege der Außenbereiche –, ein Stadtteilbüro könnte mit angesiedelt werden. Die SPD spricht daher von einem ganzheitlichen Projekt.