Hochachtung vor den Busfahrern

Rosenmontag: Den Karnevalsumzug sah ich auf der Höhe von St. Maria Magdalena. Herrliches Wetter. Schöne Wagen. Gute Stimmung. Später stiefelte ich zur Haltestelle „Höntrop Kirche“. In die Intelligenz der Masse vertrauend, stellte ich mich zu den anderen Karnevalisten. Kein Bus in Sicht. Nach zehn Minuten merkte ich, dass erstaunlich viele Busse am Kreisverkehr bei Rewe stoppten. Na gut, dann war die Haltestelle wohl verlegt worden. Doch erst einmal kam kein Bus mehr. Die Bogestra-Ordner wussten auch nicht weiter. Nach 15 Minuten kam dann doch ein 390er. Super. Es konnte losgehen. Doch es tat sich nichts, weil sich Busse gegenseitig blockierten. Nach einem mehrminütigen Rangiervorgang, egoistischen Autofahrern und Busfahrern, die sich gegenseitig durch die Fenster angeschrien haben, ging es weiter. Wir waren noch keine zehn Meter auf der Lohackerstraße, als sich im hinteren Teil des Busses Stimmung andeutete. Irgendwer musste sich wohl streiten. Die illustre Fahrt stoppte gezwungenermaßen wieder an der Haltestelle „Auf dem Kley“. Jemand öffnete hinten die Tür manuell. Man kann sagen, dass sich in dem Bus nach aller höchster Kunst gekloppt wurde. Die Schlägerei wurde nun vor die geöffnete Mitteltür verlegt. Die Polizei kam und nahm den Sachverhalt sowie zwei Zeugenaussagen auf. Dann ging es weiter. Als ich in der Wunder-Bar ankam, brauchte ich erst mal ein Bier. Der Busfahrer tat mir leid. Soviel Stress ist bestimmt nicht leicht. Aber er ist ruhig geblieben. Hochachtung.