Grundschüler trainieren wie die Profis

Jürgen Holletzek (l.), Leiter der VfL-Fußballschule, und Sportlehrer Norbert Sanner geben dem Nachwuchs Tipps.
Jürgen Holletzek (l.), Leiter der VfL-Fußballschule, und Sportlehrer Norbert Sanner geben dem Nachwuchs Tipps.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Fußballschule des VfL Bochum veranstaltet Sondertraining mit 20 Kickern der Gertrudisschule. Grundschulcup am 29. April fest im Blick.

Wattenscheid..  Das schrille Trillern der Pfeife durchschneidet die Jubelarien in der Sporthalle der Gertrudisschule. Gerade erst haben sich zehn der insgesamt 20 Teilnehmer den Sieg gesichert. Jürgen Holletzek (59), Leiter der Fußballschule des VfL Bochum, versammelt alle gemeinsam um sich: „Warum war die Übung so wichtig?“, fragt er in die Runde. Die Antwort haben die Nachwuchskicker parat: „Es ging um Technik“, rufen sie eher durcheinander als im Gleichklang.

Das exklusive Training am Dienstag sollte die Teilnehmer der Fußball AG der Gertrudisschule auf den VfL-Grundschulcup vorbereiten, der am 29. April steigen wird. Dort messen sich die Wattenscheider mit zehn anderen Grundschulen.

Die Übung verband Schnelligkeit mit Ballgefühl. Warum das wichtig ist, stellte Holletzek klar: „Wer sind denn die besten Spieler der Bundesliga?“ Aus dem Tohuwabohu kristallisierten sich Reus, Ribery, Robben heraus: „Sie alle führen im höchsten Tempo den Ball“, fasst er zusammen.

Am 1. Januar 2014 übernahm Holletzek die Leitung beim VfL, nachdem er zuvor bereits sechs Jahre lang die Geschicke beim Bundesligisten Hannover 96 und der dortigen Fußball-Schule leitete: „Die Arbeit macht sehr viel Spaß, vor allem, da ich etwas Neues aufbauen kann. Die speziellen Einheiten bei den Schulen vor Ort sind durch die Nähe zu den Kindern sehr wichtig.“

Beeindruckt zeigte sich auch Sportlehrer Norbert Sanner: „Da ich nicht aus dem Vereinssport komme, finde ich die Trainingsmethoden sehr interessant. Da ist schon ordentlich Intensität drin.“ Auch er war aktiv in den Ablauf involviert, sprang häufig als Schiedsrichter ein.

Ansatz des Sondertrainings war eindeutig, den Dritt- und Viertklässlern klarzumachen, warum Entscheidungen getroffen werden und was für eine erfolgreiche Übung wichtig ist. Dabei sollten die Schüler selbst die richtigen Schlüsse ziehen und so den Trainingserfolg sichern.