Gesundes Grün geholzt

Wattenscheid..  Auch in den Osterferien warfen die Wattenscheider ein wachsames Auge auf ihre Stadt, meldeten das, was sie vor ihrer Haustür, in ihrer Nachbarschaft entdeckt haben, der WAZ-Redaktion. Erneut scheinen dabei aber vor allem schäbige Ecken aufgefallen zu sein. Die schönen Seiten der Hellwegstadt bleiben – so auch diesmal – leider unaufgeschlagen.

Ingrid Telschow-Böcker ist immer noch sauer und fassungslos, nachdem sie in der vergangenen Woche einen Spaziergang durch den Park am Ehrenmal unternahm. „Ein Baum neben der Abdeckplatte war dem Sturm ,Niklas’ zum Opfer gefallen und hat eine komplette Säulenreihe, inklusive der Holzkonstruktion auf den Säulen, zerstört. Inzwischen wurde dieser Baum zersägt; mindestens vier Lkw mit entsprechender Besatzung rückten dazu an, um einen weiteren Baum in der Nähe zu fällen. Die Wege sind somit auch weiter zerstört worden“, schildert die WAZ-Leserin.

Und weiter: „Mir erschließt sich in keiner Weise, warum man auch die zum Teil Jahrzehnte alten Rhododendronbüsche, die ,Ela’ überstanden hatten, mit ausgerissen hat. Einen Busch haben wir vergangenen Sommer selbst wieder eingepflanzt und er hatte auch wieder Knospen angesetzt.“ Zudem sei am Ausgang zur Bahnhofstraße ein weiterer gesunder Baum gefällt worden. Telschow-Böcker kommentiert: „Das Grünflächenamt sollte besser ,Grünvernichtungsamt’ heißen.“ Eine Stellungnahme seitens der Stadt steht zu diesem Thema noch aus.

WAT vergessen?

Weniger aktiv geworden seien die Behörden dagegen an der Martin-Lang-Straße, wie Anwohner Josef Merder anmerkt. Seit Pfingsten 2014 liege dort ein entwurzelter Baum, und niemand kümmere sich darum, obwohl er den Vorfall schon mehrfach gemeldet haben will.

WAT schräg

Ebenso gemeldet hat Manfred Kannenberg ein schiefes Verkehrsschild am Aschenbruch in Günnigfeld. „Diese Beschilderung steht so seit etwa Oktober 2014, trotz Meldung an das Tiefbauamt bzw. Straßen NRW ist dort nichts passiert“, beklagt er. Straßen NRW habe ihm inzwischen mitgeteilt, dass die Stadt zuständig sei. „Leider ist nach weiteren sechs Wochen immer noch nichts passiert.“

WAT schäbig

Auch der S-Bahnhof in Höntrop rückt immer wieder in den Blickpunkt der WAZ-Leser und Anlieger. So ist das Schild an der Brücke in Richtung Höntrop weiter nicht zu lesen weil fast vollständig zugeschmiert. Auch die Parkplatzsituation macht Anliegern zu schaffen – es gebe einfach zu wenige.

WAT holprig

Das Thema Schlaglöcher bleibt ebenso aktuell. Gemeldet wurden einige Buckelpisten, dazu gehört etwa die Ludwig-Steil-Straße, die „seit Jahren nicht saniert wird“.