Geschichtstour rund ums Zechengelände

Nach dem großen Osterfeuer sind auch an diesem Wochenende wieder zahlreiche Besucher auf der Zeche Hannover willkommen.
Nach dem großen Osterfeuer sind auch an diesem Wochenende wieder zahlreiche Besucher auf der Zeche Hannover willkommen.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Wattenscheid..  Geschichte erleben können Teilnehmer bei einer Tour, zu der der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Samstag, 11. April, um 15 Uhr ins Industriemuseum Zeche Hannover einlädt. Der Rundgang unter dem Motto „Wohnen auf der Seilscheibe“ startet am Zechenvorplatz, Günnigfelder Straße.

In den Arbeiterhäusern am Rübenkamp wohnten ab 1890 Bergleute mit ihren Familien und Kostgängern. Der weitere Weg führt durch die Eickeler Kolonie, die Siedlung Dahlhauser Heide sowie zu den „Montagehäusern System Schneider“, die während der Wohnungsnot in der Nachkriegszeit entstanden. Wo war die Post? Wie weit vom Zechengelände war die nächste Gaststätte entfernt? Was ist aus dem alten Bahnhof Hordel-Eickel geworden? Während der Führung werden diese weitere Fragen beantwortet. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro.

Am Sonntag, 12. April, lädt der LWL um 16 Uhr zu einer offenen Führung in die Zeche Hannover ein: „Immer auf Tour. Wanderarbeit einst und jetzt“ ergänzt die Ausstellung „Wanderarbeit. Mensch – Mobilität – Migration“ über historische und moderne Arbeitswelten.

Die Ausstellung „Wanderarbeit. Mensch – Mobilität – Migration“ zeigt historische Wanderberufe und stellt ihnen aktuelle Berufsfelder entgegen. Das Phänomen der Arbeitsmigration hat es seit jeher in der Geschichte gegeben. Neben wirtschaftlicher Not, Armut, Hoffnung auf Karriere oder der Lust auf Abenteuer und Veränderung spielt heute auch die Globalisierung des Arbeitsmarktes eine große Rolle.

Schausteller, Wanderziegler, Scherenschleifer, lippische Heringsfänger, Amerikaauswanderer, italienische Eismacher, spanische Gastarbeiter – dies sind typische Wanderarbeiter in der Geschichte. Ihnen stehen mit den rumänischen Pflegekräften, Pendlern und Flüchtlingen aus Lampedusa moderne Arbeitsmigranten gegenüber, die von Mobilität geprägt sind. Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung wird jeweils unter 0234/ 6 100 874 gebeten.