Geld gemeinnützig gebrauchen
08.12.2011 | 17:21 Uhr 2011-12-08T17:21:00+0100
Wattenscheid. Die Vereine in der Hellwegstadt halten zusammen. Bei ihrem traditionellen Erntedankgottesdienst konnten die Sevinghauser Gänsereiter über die Kollekte 200 Euro an Spendengeldern einsammeln. Jetzt haben die Blaukittel diesen Betrag an den Verein „Tiergehege Südpark“ übergeben - aus Überzeugung: „Wir stellen die Summe in jedem Jahr einem gemeinnützigen Verein zur Verfügung, am liebsten vor Ort in der Alten Freiheit. Und das Tiergehege ist ja nun ein akutes Thema“, erklärt Gänsereiter-Chef Heinz Bernd Wirth zur Osten.
Passend dazu gestaltete aber auch Pfarrer Holger Dirks neben Pastoralreferent Ralf Tietmeyer den ökumenischen Erntedankgottesdienst in der Versöhnungskirche mit. Als Vorstandsmitglied im Verein zum Erhalt des Tiergeheges freut er sich natürlich besonders über die Zuwendung aus dem Königreich Sevinghausen. „Diese Unterstützung durch die Bevölkerung ist einfach schön. Wir finden es unheimlich wichtig, dass die Höntroper – und dazu gehört ja auch Sevinghausen – zusammenstehen“, findet Dirks. Das Geld soll allgemein zur Pflege des Geheges eingesetzt werden, sobald die rund 50 Damwild- und Ziegenfreunde mit ihrer Arbeit beginnen können. „Wir warten immer noch auf die Ratifizierung der Verträge mit der Stadt Bochum. Von unserer Seite ist alles geklärt.“
Laut Auskunft von Birgit Becker, Beisitzerin im Tiergehege-Vereinsvorstand, sollen die weiteren Schritte aus Sicht der Verwaltung in den Sitzungen des Umwelt- und Hauptausschusses Ende Januar bzw. Anfang Februar diskutiert werden. Bisher sei die Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt in diesem Zusammenhang auch unproblematisch verlaufen. Von daher ist die Empörung unter den Mitgliedern über die nicht vorab besprochenen Abschüsse im Tiergehege groß.
„Der Verein ist entsetzt über das Vorgehen und die schlechte Kommunikation“, sagt Holger Dirks. Zwar habe die Stadt bislang noch die uneingeschränkte Verantwortung für die Tiere sowie das Gelände und der Verein wisse, dass der künftige Pachtvertrag den Passus beinhalten wird, wonach die „Veränderung der Anzahl der Tiere mit der Verpächterin, also der Stadt Bochum, abzustimmen sein wird.“ Dirks: „Aber umgekehrt müsste dann das gleiche gelten.“
Bis zur endgültigen Übernahme wird also noch einiges zwischen den Parteien zu klären sein – auch, was die zukünftige Finanzierung der gemeinnützigen Arbeit betrifft. „Wir rechnen mit Gesamtkosten in Höhe von 10 000 pro Jahr“, rechnen Dirks und der Verein noch ein wenig unsicher zukünftige Zahlen aus, da die Stadt eine andere Kalkulationsgrundlage habe.
Und da sei die Unterstützung der Gänsereiter natürlich ein schöner Anfang; für viele weitere Helfer, die sich pekuniär oder ehrenamtlich für die Tiere im Südpark einsetzen wollen.
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