Gastronom Hammel hängt noch Monat dran

Die Abschiedsveranstaltung von Wolfgang Hammel (vorne in der Mitte) im Biergarten.
Die Abschiedsveranstaltung von Wolfgang Hammel (vorne in der Mitte) im Biergarten.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Eigentlich war für Langzeit-Gastronom Wolfgang Hammel zum Jahresende Schluss mit der Bewirtung von Stadthalle und Freilichtbühne. Er wechselte in den Ruhestand. Doch nun hängt er bei der Stadthallen-Bewirtung noch einen Monat dran – bis der neue Pächter kommt, der Anfang Februar übernehmen soll.

Kein Problem für den 77-jährigen Wattenscheider, der 51 Jahre lang als selbstständiger Gastwirt tätig war. „Bei Bedarf stehe ich gerne weiter zur Verfügung“, hatte er betont. Und sprang sofort ein, er kennt sich schließlich aus: Seit 1991 bewirtschaftete er die Stadthalle und die Freilichtbühne, hob dort 1993 den „Alten Wattenscheider Biergarten“ aus der Taufe. „Von Karneval über Comedystars bis zu internationalen Showgrößen – vieles habe ich in all den Jahren in diesen Spielstätten schon erlebt.“ Seine weiteren gastronomischen Stationen waren unter anderem die Bürgerstube in Höntrop (1968-1984), elf Jahre lang das Agros/Fegro-Restaurant, die Waldbühne und die Cafeteria des Marien-Hospitals (2001-2004).

BoVG suchte Nachfolger

Um einen Nachfolger für die Veranstaltungsgastronomie von Stadthalle und Freilichtbühe mit ihren jährlich rund 70 bis 80 Veranstaltungen zu finden, hatte die Bochumer Veranstaltungs-GmbH (BoVG) als Betreiberin ein Auswahlverfahren durchgeführt. Die Abgabefrist für die Beiträge zur Interessenbekundung endete am 7. November. Die Anforderungen an den neuen Gastronomie-Betreiber hatte die BoVG klar umrissen. Laut Geschäftsführer Andreas Kuchajda „stellen wir uns einen schon existierenden Gastronomen vor, der auch eine Küche vorhalten kann und finanziell abgesichert ist. Denn die Pacht beider Spielstätten ist lediglich ein Zusatzgeschäft für den Gastronomen.“ Die Qualität sei wichtig, es sollten kalte und warme Speisen angeboten werden. Sieben Interessenten hatten sich gemeldet, zwei kamen laut Kuchajda schließlich in die engere Auswahl. Beide Spielstätten sollen dann von dem neuen Gastronomen betrieben werden.

Also Ende Januar ist dann für Wolfgang Hammel endgültig Schluss mit Gastronomie. Und was plant er für die Zeit nach dem Berufsleben? „Mit ein bisschen Wehmut gehe ich schon. Aber mein Enkel freut sich, dass ich nun mehr Zeit für ihn habe und zusehen kann, wenn er mit seiner Fußballmannschaft spielt.“