Gänsereiter starten Wurst-Marsch

Die Höntroper Gänsereiter beim Wurstsammeln.
Die Höntroper Gänsereiter beim Wurstsammeln.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid..  Alles hat ein Ende, auch der Karneval – am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Und so ist es lange Tradition bei den Gänsereitern aus Höntrop und Sevinghausen, dass sie vor dem Beginn der Fastenzeit noch einmal zum Wurstsammeln aufbrechen.

Veilchendienstag ziehen die Blaukittel unter musikalischer Begleitung durch die Straßen ihrer „Königreiche“. Immer wieder gibt es einen munteren Einkehrschwung an den Versorgungsstationen, überall ein netter Empfang. Deftiges hängt dabei auf der langen Holzstange, die jeden Kilometer schwerer wird. Schließlich gibt es an vielen Stationen neue Kringel dazu. Auch Brötchen, Getränke und Eier werden gereicht. Muntere Stimmung, dazu „Gut Ritt“-Rufe, die Kapelle spielt ein Ständchen, ein Tänzchen mit dem neuen König oder der Königin gehört zum Einkehrschwung.

Die Gänsereiter aus Sevinghausen starteten um 13 Uhr an ihrer Halle am Wattenscheider Hellweg, unterwegs ist natürlich auch das neue Königspaar Patrick Appelbaum und Britta Meyer, vorne dabei im Tross auch Ex-König Reiner Krause und Vorsitzender Heinz-Bernd Wirth zur Osten. Es geht unter anderem zum Blumencenter Schley, zur Wagenbauhalle am Hellweg, zum KGV-Vereinsheim Vogelsang, zum Alten Höntroper Brauhaus, zu Rewe-Mokanski und zu befreundeten Privatleuten.

Mit Musikbegleitung

Mit Pauken und Trompeten, angeführt vom Spielmannszug, zogen am Mittag auch die Höntroper Gänsereiter los, unter anderem zu den Gaststätten „Toffte“, „Im Krug zum grünen Kranze“, zum Reiterhof im Südpark, zur alten Fleischerei Wingert und zur Bäckerei Strack. Es gilt auch das neue Königspaar zu feiern: Ulrich Somberg und Barbara Pachura. Insgesamt 15 Stationen stehen auf der Sammelroute. Zahlreiche Würste baumeln bis zum Abend auf der Stange.

Der jährliche Marsch ist althergebrachte Tradition. Schriftlich festgehalten wurde die Aktion erstmals zwischen 1892 und 1897, gehört seitdem zum festen Ablauf.

Am Dienstagabend trafen sich die Mitglieder der beiden Clubs dann zum großen gemeinsamen musikalischen Stelldichein in der Sevinghauser Halle, bevor sich die Wege wieder trennten, um die Würstchen im Höntroper Kolpinghaus bzw. in der Sevinghauser Halle zu verzehren.