Für Toleranz, gegen Diskriminierung
09.11.2010 | 18:26 Uhr 2010-11-09T18:26:00+0100
Wattenscheid.Die schrecklichen Ereignisse des 9. November 1938 dürfen nicht in Vergessenheit geraten und sich nicht wiederholen. Das betonten die Redner am Dienstag in der Gedenkveranstaltung der Bezirksvertretung zur Reichspogromnacht.
Das Rahmenprogramm im Rathaus wurde wieder von Jugendlichen gestaltet, diesmal von Pestalozzi-Realschülern. Außerdem nahmen Vertreter der Kirchen, des Arbeitskreises Solidarität und der Jüdischen Gemeinde teil. Im Anschluss folgte ein Schweigemarsch mit Kranzniederlegung am Nivellesplatz, ehemaliger Standort der Synagoge.
„Heute erinnern wir uns an einen Tag, an dem ein Teil jüdischen Lebens verbrannt wurde“, erklärte Bezirksbürgermeister Hans Balbach. „Auftakt dafür, dass Menschen verschwanden und vernichtet wurden. Wir erinnern uns, dass Menschenverachtung zum höchsten Staatsziel wurde.“ Die verlegten „Stolpersteine“ weisen auf Orte hin, an denen Menschen mit jüdischer Religion lebten und arbeiteten.
Die Schüler, 15 und 16 Jahre alt, hatten sich intensiv mit diesem düsteren Kapitel auseinander gesetzt. So entstand ein bewegender, vielschichtiger Beitrag aus Chronologie, Augenzeugen- und Zeitungsberichten. Was die Jugendlichen berührt hat, haben sie auf zwanzig Steine geschrieben, die sie im Rathaus zur Mauer aufschichteten: Die Wörter Wut, Panik, Verzweiflung, Fassungslosigkeit, Schweigen sind darauf unter anderem zu lesen. Aufgeschlossen müsse man heutzutage sein und bereit, Diskriminierung zu verhindern. Einen „Engel der Kulturen“ brachten die Schüler als Geschenk ins Rathaus, die Scheibe symbolisiert das Miteinander der Religionen und Kulturen: „Zeichen setzen für Gemeinsamkeit in Unterschiedlichkeit“.
Dass es wichtig sei, an diese Vergangenheit zu erinnern und immer wieder tolerant und wachsam zu sein, das betonten Pfarrer Frank Dressler (Evangelische Gemeinde), Propst Werner Plantzen (Katholische Gemeinde) und Michael Rosenkranz (Jüdische Gemeinde).
07:32
#3
fritzwat verbreitet NPD-Ideologie. Und danach ist jeder schlecht zu machen, der an die Greueltaten der Nazi-Schergen erinnert. Die Veranstaltung war würdig und angemessen und wurde dieses Mal auch nicht von den Nazis gestört.
10:29
1. Ich finde, die Stolpersteine sind ein sehr gutes Projekt.
2. Ich bezweifle, dass der Künstler damit reich wird.
3. Was hat die tumbe Nörgelei von fritzwat mit der Gedenkveranstaltung der Bezirksvertretung zu tun?
Nichts.
08:19
wenn einem zu den Stolpersteinen nichts anderes einfällt, als dass Demmig dadurch reich geworden (?) sei, sollte man besser ganz die Finger von der Tastatur lassen.
01:22
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