Für Probleme von Senioren da sein

Heinrich Clevinghaus, Eduard Hoffmann, Johannes Bielawa und Rita Kosthaus im Seniorenbüro.
Heinrich Clevinghaus, Eduard Hoffmann, Johannes Bielawa und Rita Kosthaus im Seniorenbüro.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Wattenscheid..  Ein Ohr ganz nah an der Zielgruppe haben ab sofort Heinrich Clevinghaus (76) und Eduard Hoffmann (67) aus dem Seniorenbeirat der Stadt. „Wir wollen nicht nur theoretisch diskutieren. Sondern da helfen, wo es nötig ist.“

In Kooperation mit dem Seniorenbüro bieten sie daher Sprechstunden für die „Generation 55plus“ an, wollen dabei zuhören, Tipps geben, Lösungswege für vielerlei Probleme aufzeigen. „Wir können zwar nicht zaubern, haben aber vielleicht gemeinsame Ideen, um einzelnen Seniorenbürgern helfen zu können oder ihnen andere Ansprechpartner zu empfehlen“, sagt Hoffmann.

Projekt mit Nachhaltigkeit

Am gestrigen Mittwoch fand die erste Seniorensprechstunde an der Propst-Hellmich-Promenade 29 statt. Das, was Clevinghaus und Hoffmann ankündigten, konnte zumindest in einem Fall konkret umgesetzt werden. Wie sie anschließend berichteten, hatte ihnen ein „Wattenscheider Bürger von einem verwandten Pflegefall mit ,Gefahr im Verzug’ in Gelsenkirchen“ erzählt. Daraufhin konnte das Seniorenbüro die zuständige Stelle bei der Stadt Gelsenkirchen ausfindig machen und vermitteln. Hoffmann hörte am Nachmittag außerdem noch einmal nach, wie der Fall ausgegangen ist.

Bereits in Seniorenbüros im Bochumer Norden sowie im Osten der Stadt habe sich diese Art der Sprechstunde etablieren können. Die Mitglieder des Seniorenbeirats – Hoffmann kennt das Wattenscheider Seniorenbüro außerdem als Seniorensicherheitsbeauftragter der Polizei, Clevinghaus gehörte schon zu den Beteiligten einer Bürger-Befragung des Seniorenbüros in Günnigfeld – hoffen, dass sich das Projekt auch in der Alten Freiheit durchsetzen wird. Hoffmann: „Wir wollen ja Wattenscheid stärken, bieten diesen Service daher vor Ort an. Und mal ehrlich: Welcher Wattenscheider fährt schon gerne nach Bochum?“

Gerade für Senioren sei es wichtig, Ansprechpartner ohne großen Aufwand zu erreichen. „Vielleicht können wir die Sprechstunden ab dem nächsten Jahr dann auch in den Ortsteilen, also etwa an der Vogelstraße in Eppendorf, in Günnigfeld oder Leithe anbieten“, kündigt Clevinghaus an.

„Die Bürger sollen wissen, dass sie zu einem festen Termin zu uns kommen, dann ihre Sorgen und Anregungen vortragen können“, ergänzt Rita Kosthaus vom Seniorenbüro.

Jeweils am ersten Mittwoch eines Monats zwischen 10 und 12 Uhr sind Clevinghaus und Hoffmann dazu von nun an ganz Ohr.