Fünf Stunden Arbeit für Nepal

Sie planen den WOW-Day: Lehrer Christian Schulz (li.) und die Widar-Schüler Solvej, Laurenz, Masha, Alia, Max, Rahel und Marlene (von links). Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
Sie planen den WOW-Day: Lehrer Christian Schulz (li.) und die Widar-Schüler Solvej, Laurenz, Masha, Alia, Max, Rahel und Marlene (von links). Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
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Was wir bereits wissen
Die 120 Oberstufenschüler der Höntroper Widar Schule nehmen am Donnerstag am WOW-Day teil: Sie arbeiten einen Tag, um eine Waldorf-Initiative in Nepal zu unterstützen.

Wattenscheid.. Ein kleines Stück die Welt verbessern wollen die 120 Oberstufenschüler der Widar Schule: Sie haben sich bereit erklärt, am Donnerstag fünf Stunden lang für Kinder in Nepal zu arbeiten. „WOW – Waldorf One World“ heißt das Projekt, an dem Waldorfschulen in ganz Europa teilnehmen, und mit dem die Widar Schüler die Waldorf-Initiative „Shanti Sewa Griha“ unterstützen wollen.

Bisher haben die Höntroper Waldorfschüler noch nie am offiziellen WOW-Day teilgenommen, erzählt Teilnehmer Max Aldick. „Wir haben immer ein anderes Datum nehmen müssen, weil sich das offizielle mit unseren Praktika überschnitten hat.“ Beteiligt haben sich die Widar-Schüler trotzdem immer an der Aktion und dabei stets zwischen 2500 und 2700 Euro eingenommen, mit denen gemeinnützige Waldorf-Projekte in aller Welt unterstützt wurden. „Ein Teil des Geldes, so 500 bis 600 Euro, sind auch immer an unser Patenkind gegangen.“

In diesem Jahr also sind die Höntroper erstmals offiziell dabei und werden am Donnerstag mindestens fünf Stunden für mindestens fünf Euro Stundenlohn arbeiten: im Drogeriemarkt, in einer Apotheke, im Supermarkt, im Kindergarten, auf dem Bauernhof, in einer Tontechnik- und Beleuchtungsfirma oder im Krankenhausgarten.

Mehr als 1,5 Millionen Euro erarbeitet

„Theoretisch ist jeder Arbeitsplatz möglich“, sagt Lehrer Christian Schulz. „Und wer einen Job anbieten will, kann sich gerne bei uns melden. Der Stundenlohn muss mindestens fünf Euro betragen – aber man kann auch gerne zwanzig Euro zahlen.“ Teilnehmerin Alia Firat weiß: „Privatleute zahlen auch mal mehr – oder legen auf die ganze Summe noch einen Zehner drauf.“ Wie beispielsweise vor einigen Jahren, als die Schüler bei einer Hausrenovierung geholfen haben: „Da haben sie das verdient, was man auch Handwerkern bezahlt hätte“, freut sich Christian Schulz.

Welches Waldorf-Projekt weltweit sie unterstützen, können sich die Schüler selbst aussuchen – und haben sich für zwei Dörfer in Nepal entschieden. Dort leben 800 Menschen, es gibt eine Waldorf-Schule und einen Waldorf-Kindergarten. „Entstanden ist das Projekt aus einer Hilfe für Lepra-Kranke“, weiß Teilnehmer Lorenz Trautmann. Das Geld gehe direkt über die Organisation „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ an die Bedürftigen. Die Hilfe erreiche diese so direkt und ohne Umwege.