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Märkisches Kino

Fördergelder flexibel nutzen

07.03.2016 | 08:44 Uhr
Fördergelder flexibel nutzen
Manfred Gersemann, Gründer und ehemaliger Leiter des Märkischen Kinos, und der veraltete Projektor (Bild aus 2007).Foto: Klaus Micke

Wattenscheid.  Bestehendes „ISEK-Programm“ kann angepasst werden. Kinder- und Jugendförderung zentraler Punkt. „Märkisches Kino“ braucht dringend neuen Projektor, um aktuelle Filme zeigen zu können. Letzte geplante Vorstellung fiel bereits aus.

In der ersten Umsetzungsphase befindet sich das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Gesundes Wattenscheid – Familienfreundlich und generationengerecht“.

Beim „Stadtgespräch“ im Bochumer Kunstmuseum (27. Januar) lenkte Bezirksbürgermeister Manfred Molszich den Fokus u.a. auf den Bereich der Kinder- und Jugendförderung: „Wir haben mit dem neuen Jugendcafé in der Oststraße einen Ankerpunkt, hinzu kommen u.a. die Awo am August-Bebel-Platz und das Internationale Mädchencafé in der Freiheitstraße. Mein Wunsch ist es, die bestehenden Institutionen und Angebote besser zu vernetzen und zu erweitern.“

Zur Verbesserung der Situation sind u.a. geplant: „Masterplan bewegte und bespielte Stadt“ (mobile Spielelemente, Kletterparcours, Treffpunkte und „Chill-Out-Orte“, Schulhöfe sollen zu „inspirierenden und gesundheitsfördernden Spiel- und Bewegungsorten“ werden (3,15 Millionen Euro). Im Zuge der Herrichtung des Ehrenmals sollen Treffpunkte für Jugendliche errichtet werden. 500 000 Euro sollen zudem in den Ausbau der „Musikschule Wattenscheid zu einem kommunikativen Haus zur Schaffung eines für alle sozialen Schichten offenen Kulturangebots“ fließen, heißt es im ISEK.

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SchulKinoWochen 2016 auf Sparflamme

Die SchulKinoWochen, die sich in der Stadthalle etabliert haben, liefen 2016 „mangels Alternativen“ bereits mit einem halbierten Programm im Vergleich zu den Vorjahren.

Im Bürger-Verfügungsfonds befinden sich 609 000 Euro, um die Bürgerschaft mit finanziellen Anreizen zu motivieren, Ideen zu entwickeln und umzusetzen (z.B. auch Straßenfeste).

6,6 Millionen Euro Fördergelder sind bewilligt. In den nächsten sieben Jahren fließen mindestens 25 Millionen. Burkhard Huhn (Abteilungsleiter Stadtentwicklung): „Im Laufe dieser Zeit können wir auf neue Entwicklungen reagieren und die Zielrichtungen einzelner Maßnahmen anpassen.“

Eine solche Baustelle tut sich derzeit in der Stadthalle auf: Die Zukunft des „Märkischen Kinos“, Wattenscheids letzter Filmbastion, ist fragwürdiger denn je. Schuld ist der veraltete Projektor, auf dem nur 35mm-Filme abgespielt werden können. Christian Gode, Lehrer und Leiter der Kino-AG, bestätigt auf Nachfrage: „Die letzte Veranstaltung wurde abgesagt, weil ich keine Filme mehr bekomme. Verleihe haben keine 35mm-Kopien mehr, da diese nicht mehr produziert und die Filmrollen aus Lager- und Kostengründen sogar vernichtet werden.“

Kino braucht neuen Projektor

Dringend benötigt wird daher ein neuer Projektor, der digitale Formate abspielt: Kosten ca. 50 000 Euro. Auch Schulleiter Alfred Pieper-Eiselen räumt ein: „Ohne die Neuerung bleibt ungewiss, ob wir unser Kino wieder eröffnen können.“

Hoffnung macht das ISEK, welches u.a. einen „Bürger-Verfügungsfonds zur Stärkung der Gemeinschaft und der Identität“ beinhaltet. Pieper-Eiselen: „Zur Vorführung von ‚Fack ju Göhte‘ kamen im letzten Jahr 200 Besucher. Das zeigt, dass definitiv ein Interesse am Kino besteht, solange wir in der Lage sind, Neues zu bieten.“

Timo Gilke

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2016-03-07 08:44
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