Flüssigseife für jedes Klassenzimmer
11.08.2009 | 15:33 Uhr 2009-08-11T15:33:00+0200Die NRW-Schulen werden trotz Schweinegrippe am Montag planmäßig ihren Unterrichtsbetrieb aufnehmen. Diese Entscheidung hat gestern Gesundheitsministers Laumann bekannt gegeben.
Haben Sie diese Entscheidung erwartet?
Pieper-Eiselen: Ja. Denn der planmäßige Schulbeginn in anderen Bundesländern hat sich problemlos gestaltet. Außerdem sind die Fallzahlen bei den Infektionen mit dem Schweinegrippen-Virus rückläufig.
Was wäre passiert, wenn die Ferien verlängert worden wären?
Dann wäre eine Mammut-Aufgabe auf uns zugekommen. Die Lehrpläne hätten im Detail der neuen Situation angepasst werden müssen. Das hätte nicht nur Auswirkungen auf den Unterricht, sondern auch auf Klassenfahrten und zahlreiche andere inner- und außerschulische Aktivitäten und Aktionen gehabt. Unser Gymnasium wird von mehr als tausend Schülerinnen und Schülern besucht. Das mag die Dimension der Arbeit, die im Fall des Falles zu leisten gewesen wäre, verdeutlichen.
Wie wird die Märkische Schule der Ansteckungsgefahr mit dem Grippevirus konkret entgegen wirken?
Schüler müssen in die Pflicht genommen werden
Wir haben inzwischen ein Informationsblatt des Gesundheitsministeriums mit Verhaltensregeln vorliegen. Dessen Inhalte werden von den Klassenlehrern gleich am ersten Schultag an die Schüler kommuniziert. Außerdem warten wir auf Seifenspender, Flüssigseife und Papierhandtücher, die uns das Schulverwaltungsamt zur Verfügung stellen will, um jedes Klassenzimmer mit einer Waschgelegenheit auszustatten. Ich hoffe, dass wir das bis Montag bewerkstelligt haben. Natürlich wird dadurch mehr Restmüll anfallen, der auch entsorgt werden muss. Da müssen wir auch unsere Schüler mit in die Pflicht nehmen.
23:40
Seifenspender im Klassenraum?
Als ich noch zur Schule ging waren die Toiletten schon unbenutzbar, also von Seifenspendern oder etwa Papierrollen war nichts zu sehen. Wir wurden als Schüler sogar zum Hausmeister runtergeschickt um Tafelkreide, Schwämme und Putzlappen zu besorgen. Die ernüchternde Antwort, er dürfe nichts mehr herausgeben da die Geldmittel nicht mehr von der Stadt zu Verfügung stehen war dann schon ein Schlag ins Gesicht. Wir haben trotzdem gelernt und unseren Abschluss gemacht., sind groß geworden und gehen einem Beruf nach. Was heutzutage in den Medien grassiert ist nur Panikmache. Mir will sicher keiner erzählen dass es solche Viren vor etwa 25 Jahren noch nicht gab, und wir Kinder von damals leben noch ...
07:56
3 Tage vor Ferienende hofft man nun darauf,daß noch rechtzeitig Seifenspender für die Klassenräume geliefert werden.Nur zur Erinnerung,man hätte 5 1/2 Wochen Zeit gehabt diese Massnahme umzusetzen!