Feuerwehr probte Montag noch den Ernstfall
10.02.2012 | 17:45 Uhr 2012-02-10T17:45:00+0100
Wattenscheid.Einen ins Eis Eingebrochenen zu retten, werde bei der Feuerwehr regelmäßig geübt, hatte Feuerwehrsprecher Simon Heußen noch zu Beginn der Woche der WAZ gesagt, als die Redaktion auf die Gefahrenstellen in Wattenscheid hingewiesen hatte unter dem Titel „Nicht aufs Glatteis führen lassen“. Nicht ahnen könnend, dass wenige Tage später, gestern, der reale, tragische Fall an der Schulstraße eintritt.
Am vergangenen Montagnachmittag gegen 15 Uhr wurde eine solche Übung beobachtet: An der Weststraße (Höhe Josef-Haumann-Straße) kam es zu einem Auflauf von Feuerwehr-Autos und Männern in Kälteschutzanzügen zusammen. „Dort gibt es ein kanalartiges Regenrückhaltebecken, das von der Straße gut erreichbar und auch einigermaßen sauber ist“, erklärt Löschzugführer Jörg Stange. „Wir üben das einmal im Jahr, um unsere Leute mit der Eisrettung un den Kälteschutzanzüge vertraut zu machen.“ Heußen empfiehlt den Bürgern jedenfalls, sich im Zweifel nicht aufs Eis zu begeben. Außerdem rät er, die Verbote der Stadt unbedingt zu beachten. „Bis das Eis dick genug ist, muss es sehr, sehr lange sehr kalt sein. Der Frost, den wir zur Zeit haben, dauert ja erst seit einer Woche an.“
Es gebe in WAT mehrere Gewässer, in denen das Einbrechen gefährlich werden könne, sagte Feuerwehrmann Jörg Stange: viele Regenrückhaltebecken, z. B. an Weststraße, Jasminweg und der Stadtgarten-Teich.
0mitdiskutieren