Festausschuss eröffnet Straßenkarneval in Wattenscheid
08.02.2010 | 10:53 Uhr 2010-02-08T10:53:00+0100
Wattenscheid. Wenn das „Fliegerlied” durch das Rosenviertel schallt und 500 Menschen schunkeln und singen, dann hat sie wieder Hochkonjunktur, die fünfte Jahreszeit in der Alten Freiheit.
Zum 35. Biwak des Festausschusses Wattenscheider Karneval (FWK) hatte in diesem Jahr sogar der viel beschworene Wettergott ein Einsehen und hielt den Platz vor dem alten Rathaus trocken.
Wattsche helau und Glück auf
Geführt vom Fanfarenkorps der „1. Alt-Bochumer Landsknechte” zogen die Vereine ins Rosenviertel. Vertreten war beim traditionellen Auftakt zum Straßenkarneval alles, was in der närrischen Session Rang und Namen hat. Das Stadtprinzenpaar Andreas I. (Appelbaum) und ihre Lieblichkeit Kathrin II. (Schick) grüßten das jecke Volk von der Bühne aus mit seinem Motto „Hauptsache gut drauf mit Wattsche helau und Glück auf”. FWK-Präsident Josef Najda freute sich über den Zuspruch der Hellwegstädter und begrüßte Ehrengäste wie Bezirksbürgermeister Hans Balbach, Bürgermeisterin Gabi Schäfer, Bundestagsmitglied Axel Schäfer sowie Vertreter der einzelnen Parteien.
Das Programm auf der Bühne bestritten unter anderem Tanzmariechen Carolin sowie die Tanzgarden der Gü-Ka-Ge und der Kolpingspielschar. Das Schirmherrenpaar, Ingmar und Liza Jotzo, hatten als Geschenk die „Sound Fanfares” der Roten Funken aus Duisburg im Gepäck. Außerdem gab es zahlreiche Grußworte der Vereine. „Wir lassen uns nichts vermiesen. Wir wollen wunderbar feiern”, betonte Gü-Ka-Ge-Präsident und Prinzessinnenvater Wolfgang Schick. Tina Ridder, Präsidentin des Prinzessinenclubs, erinnerte an den vor drei Jahren verstorbenen Heinemann Pauli: „Für ihn gab es nichts Wichtigeres als den Karneval in unserer Stadt.” Bezirksverwaltungsstellenleiter Jürgen Thömmes betonte die gute Beziehung zu den Bochumer Karnevalisten und freute sich über die zahlreichen Gäste.
Zu Gast waren außerdem die Stadtprinzenpaare aus Wuppertal, Hamm, Hagen, Erle und Essen sowie das Essener Kinderprinzenpaar und diverse Showtanzgruppen. Das Biwak hielt zudem noch ein paar Überraschungen bereit: Der Präsident des Bundes Ruhr-Karneval, Peter Niemann, verlieh den Verdienstorden in Silber an die Ex-Prinzessinnen Gerti Höneberg und Sigrid Preußner. Außerdem freuten sich Prinzen- und Prinzessinnenclub über Zuwachs: Nach längerer Zeit des Überlegens hatten sich Ex-Prinzessin Stephie Iltgen und Ex-Prinz Hans-Jürgen Eusten dazu entschlossen, beizutreten. Eine Besonderheit hatte auch das Hagener Stadtprinzenpaar, Sebastian I. und Nike I., im Gepäck. Prinz Sebastian I. überraschte die Wattenscheider Regenten mit einem selbstgeschriebenem Song. Ein Fläschchen „Hasper Maggi” und Gläser mit dem Namen der „Brauerei Andreas” hatte Egon Groda, Urgestein der Hasper Ennepeströter, für das Stadtprinzenpaar dabei. Außerdem wurden unter den Prinzenpaaren einige Orden und Präsente ausgetauscht.
Jecken in Zivil
Ausgefallene Kostümierungen suchte man beim 35. großen Biwak allerdings vergeblich. Der gemeine Jeck kam in Zivil, allenfalls die roten und weißen Fleece-Schals des Festausschusses waren häufiger zu sehen. Bei den kleinen Narren waren eher traditionelle Kostüme wie zum Beispiel Cowboy, Indianer, Feuerwehrmann oder Tiere in Mode.
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