Familien siedeln sich an

In das von der Stadt angemietete Haus Günnigfelder Straße 124 sind die Flüchtlinge eingezogen.Foto:Joachim Haenisch
In das von der Stadt angemietete Haus Günnigfelder Straße 124 sind die Flüchtlinge eingezogen.Foto:Joachim Haenisch
Foto: Haenisch / waz fotopool
Was wir bereits wissen
Bezirksvertretung beschäftigt sich mit Unterbringung von Flüchtlingen in WAT. Sanierung der Gebäude Emilstraße soll etwa 1,5 Millionen Euro kosten

Wattenscheid..  Das Thema Flüchtlinge und deren Unterbringung ist Thema in der Bezirksvertretung am Dienstag, 28. April, ab 16 Uhr im großen Saal des Wattenscheider Rathauses. Im Fokus stehen hier sowohl die Zuweisung von Flüchtlingen nach Wattenscheid, als auch der Zustand des Wohnheims an der Emilstraße und eine Anfrage zum Umfeld der neuen Unterkunft in Günnigfeld.

Zurzeit (Stand Ende Februar) sind in Wattenscheid 221 Flüchtlinge in städtischen Übergangsheimen untergebracht. In diesem Jahr werden mindestens ca. 80 Flüchtlinge ins Übergangsheim Günnigfelder Straße 124 einziehen. Ob 2015 weitere Flüchtlinge nach Wattenscheid kommen, könne die Stadt zurzeit nicht beantworten. Um eine Integration in das Lebens- und Wohnumfeld zu ermöglichen, müsse eine gleichmäßige Verteilung auf alle sechs Stadtbezirke sichergestellt werden. In Wattenscheid sei derzeit „lediglich noch die weitere Unterbringung im Haus Günnigfelder Straße 124 geplant.“

Der Günnigfelder UWG-Bezirksvertreter Heinz-Werner Linke hat sich genauer an der Günnigfelder Straße 124 umgesehen. „Das Haus ist, bis auf die wilden Gärten, in einem ordentlichen Zustand.“ Er berichtet, dass das Haus von 17 Familien aus neun unterschiedlichen Nationen bewohnt werde. Rund 50 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren würden hier leben. Aber: Das Nachbarhaus Nr. 126 stehe leer, die meisten Fenster seien eingeschlagen, das Glas liege in den Räumen und hinten auf dem Hof. Die Verletzungsgefahr für Kinder sei dort hoch, meint Linke. Die UWG fragt an, ob hier kurzfristig Abhilfe durch Sperrung von Türen und Fenstern im Erdgeschossbereich geschaffen werden könne.

Auch zum Asylbewerberheim Emilstraße 42, 46, 48 in Höntrop hat die Bezirksvertretung Fragen gestellt. Etwa, wie es um den momentanen baulichen Zustand der Gebäude stehe. Dieser sei, so die Stadt, „als sanierungsbedürftig zu bezeichnen“. Eine komplette Wohnung und fünf Räume könnten wegen Sanierungsbedürftigkeit nicht genutzt werden. Aber es sei weiterhin geplant, die Häuser zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Für die Sanierung der Gebäude der Emilstraße 42, 46, 48 liegt, so die Stadt, eine Grobkostenschätzung (Stand Januar) in Höhe von 1,5 Millionen Euro vor.