Experten bieten gemeinsam Hilfe bei Essstörungen

Immer mehr Menschen leiden unter einer Essstörung. Um ihnen gezielter und schneller helfen zu können, wurde das „Netzwerk Essstörungen Bochum“ ins Leben gerufen. 30 Experten aus verschiedenen Einrichtungen kommen regelmäßig in dem Netzwerk zusammen. Ihr Ziel: den Betroffenen – meist Mädchen und Frauen zwischen 14 und 35 Jahren – Zugangswege zu erleichtern und Hilfen zu vermitteln. Denn: Rechtzeitige Unterstützung kann Leben retten.

Anorexie (Magersucht), Bulimie (Essanfälle mit Erbrechen) sowie die Binge-Eating-Störung (Essanfälle bei starkem Übergewicht) sind dringend behandlungsbedürftig. Im Idealfall in einer Spezialklinik. „Sonst können sie zu lebensbedrohlichen somatischen Erkrankungen führen“, berichtet Dr. Gabriele Gerlach, stv. Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Klinikums, die die Gruppe gegründet hat.

Die Fachärztin weiß aber auch: „Die Wartezeiten für eine qualifizierte Klinik-Behandlung sind lang.“ Doch es gebe ambulante Angebote, die dazu beitragen könnten, diese Wartezeiten gut zu überbrücken. Davon möchten die Mitglieder des „Netzwerks Essstörungen Bochum“ profitieren. Damit Anlaufstellen und therapeutische Hilfen voneinander wissen, sich austauschen und gezielt angesprochen werden können, werden gezielte Treffen organisiert.