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Es bleibt ein fader Nachgeschmack

15.11.2009 | 16:49 Uhr

Bei aller Liebe zur närrischen Heiterkeit muss im Rückblick auf die karnevalistische Prunksitzung am Samstag eine Frage erlaubt sein.

Warum ist in der Stadthalle nicht ein einziges offizielles Wort dem Tod von Klaus Steilmann gewidmet worden?

Wäre nicht eine Schweigeminute zu Ehren jenes Mannes angemessen gewesen, der sich um so vieles in Wattenscheid verdient gemacht hat? Die Sevinghauser Gänsereiterhalle am Hellweg würde beispielsweise nicht stehen, wenn es nicht Klaus Steilmann gegeben hätte!

Gehen Trauer und Tod einfach am Karneval vorbei, sind sie im närrischen Treiben tabu?

Was bleibt, sind Betroffenheit und ein fader Nachgeschmack.

Ferdi Dick

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Kommentare
18.11.2009
15:12
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von besserwa@web.de | #7

Am Anfang (Proklamation) sprach ja ein ernster Mann im schwarzen Anzug. Da hätte doch noch eine Gedenkminute für den großen Boss und Förderer von Sport, Kultur und Tradition gepaßtnoch gepaßt und hätte selbstverständlich sein sollen. Ansonsten Super-Programm des Festausschusses. Kundenfreundlicher Wirt wäre aber mal zu empfehlen.

18.11.2009
01:09
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von tginbo | #6

#4 Ramona W.

Hat Herr Dick etwas von einer schlechten Veranstaltung geschrieben?
Aber anscheinend passt der Schuh, Frau W.!!!!

17.11.2009
01:02
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von WattenscheiderJung | #5

Der Wattenscheider Karneval einer der größten nördlich des rheinländischen Frohsinns, und als solcher hätte es ihm gut zu Gesicht gestanden einem alten Gönner und Unterstützer mit ein paar Worten die letzte Ehre zu erweisen. Und das sage ich, der auch nicht in blinder Nibelungentreue zu allem steht, was der Boss gemacht hat. Aber für seinen Lebensweg verdient er in seiner Heimatstadt einfach eine Minute des Respektes bei einer solchen Veranstaltung. Hier wurde eine Chance vertan sich im Karneval zu seinen Wurzeln zu bekennen und einen der letzten Aushängeschilder des Alten Wattenscheid, dass im Karneval doch immer hochgehalten wird, zu ehren.

15.11.2009
22:48
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von Ramona W. | #4

Vom Balkon sah ihre Betroffenheit und der fade Nachgeschmack aber über den ganzen Abend sehr amüsiert und froh gelaunt aus Herr Dick!!??Wenn man will, kann man alles mies reden. Schade

15.11.2009
22:20
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von MonivonObSt | #3

Es ist sehr bedauerlich, dass Herr Steilmann verstorben ist, so wie es immer traurig ist, wenn ein Mensch stirbt. Ich selbst wohne erst seit 4 Jahren in Wattenscheid-Höntrop und hatte vorher noch nie etwas von Herrn Steilmann oder seiner Firma gehört und das, obwohl ich vorher nur 25 km entfernt gewohnt habe. Ich hätte es aber als sehr merkwürdig empfunden, wenn es bei einer Prinzen-Proklamation mit anschließender Karnevalsveranstaltung eine Schweigeminute oder offizielle Worte zum Tod von Herrn Steilmann gegeben hätte. Die vielen auswärtigen Teilnehmer werden sicherlich so ähnlich empfinden. Meiner Meinung nach hat das Sitzungspräsidium, gestellt von der Kolpingspielschar, vollkommen korrekt gehandelt.

15.11.2009
19:30
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von ProSeko2 | #2

Ja, so ist es. Es reicht eben nicht, sich den Festanzug anzuziehen und große Welt zu spielen, man braucht auch einen gewissen intelektuellen background und Fingerspitzengefühl, um mit derartig schwierigen Situationen adäquat umgehen zu können. Ich bin wahrlich kein Fan von Klaus Steilmann, aber ein Mann von seinem Format hätte eine entsprechende Würdigung ohne Zweifel verdient So hat die Kolpingspielschar Höntrop (Sitzungspräsidium) kein Format gezeigt.

15.11.2009
18:02
Es bleibt ein fader Nachgeschmack
von denkmal | #1

Ein Kommentar der für sich spricht. Was für Narren! Ohne Prof. Steilmann wären einige Menschen und Wattenscheid nicht das was es ist:
Ein großer Mann ist gegangen und hinterlässt Spuren: an jeder Ecke unserer Stadt. Schon bald werden wir spüren was wir an ihm hatten.Er war Mensch geblieben. Ich jedenfalls habe um ihn geweint.

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