Erfahrungen für den Beruf sammeln

Ein Führerschein ist Grundvoraussetzung für den Bundesfreiwilligendienst beim DRK Wattenscheid.
Ein Führerschein ist Grundvoraussetzung für den Bundesfreiwilligendienst beim DRK Wattenscheid.
Foto: DRK
Was wir bereits wissen
Bundesfreiwilligendienst als Brücke zwischen Schulzeit, Studium und Ausbildung. DRK Wattenscheid besetzt ab Juli 16 Stellen neu. Soziale Einblicke erhalten

Sommer und Schulabschluss rücken näher. Somit auch Fragen nach der beruflichen Zukunft. Eine Alternative zu Ausbildung und Studium bietet der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Junge Erwachsene können erste Arbeitserfahrungen sammeln und soziale Aufgaben übernehmen.

Klassische soziale Aufgabenfelder

Beim DRK Wattenscheid sind aktuell 16 „Bufdis“ beschäftigt. Die jungen Frauen und Männer sind in den klassischen sozialen Aufgabenfeldern wie dem Behindertenfahrdienst, den mobilen sozialen Diensten und im Mahlzeitendienst eingesetzt. „Die Zeit zwischen Schulende und Ausbildung bzw. Studium kann individuell geschlossen werden. Daneben können die Freiwilligen zahlreiche Erfahrungen im sozialen Bereich machen, die oftmals fürs Leben prägen“, so DRK-Vorsitzender Thorsten Junker. „Viele haben anschließend genauere Vorstellungen über ihr zukünftiges Berufsleben und einige haben sich danach schon für einen sozialen Beruf entschieden.“

Ab Juli wird das DRK die Plätze neu besetzen, sucht daher Absolventen, die einen Führerschein besitzen. Für den Behindertenfahrdienst müssen die Bewerber mindestens 19 Jahre alt sein und seit einem Jahr regelmäßig mit einem Pkw am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Die Beantragung eines Personenbeförderungsscheins ist Pflicht.

Grundsätzlich dauert der BFD ein Jahr, kann zeitlich jedoch halbiert (sechs Monate) oder verdoppelt werden (zwei Jahre). Eingeführt wurde die „freiwillige, gemeinnützige und unentgeltliche Arbeit“ 2011, nachdem Wehrpflicht und Zivildienst abgeschafft wurden. Das DRK zahlt das gesetzliche „Höchst-Taschengeld“ von aktuell 363 Euro pro Monat inkl. Sozialversicherung. Daneben kann Kindergeld an die Eltern gezahlt werden, da viele Absolventen noch bei diesen wohnen.

„Im Gegensatz zum früheren Zivildienst ist erkennbar, dass die Bufdis sich freiwillig dafür entschieden haben und hinter der Sache stehen“, so Markus Eisenhuth, Koordinator der Freiwilligendienste beim DRK Wattenscheid.

Zudem nehmen sie verpflichtend an 25 Seminartagen jährlich teil, die an unterschiedlichen Orten stattfinden und bei denen Absolventen aus zahlreichen Dienststellen aufeinander treffen. Neben Informationen und sozialpädagogischen Elementen steht dort der Erfahrungsaustausch an oberster Stelle. Auch praktische Einheiten, z.B. ein Fahrsicherheitstraining, werden geboten.