Erdbeeren frisch vom Feld

Heimische Freiland-Erbeeren – die Ernte ist angelaufen.
Heimische Freiland-Erbeeren – die Ernte ist angelaufen.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool

Wattenscheid..  Vor wenigen Tagen ist die Ernte der heimischen Freiland-Erdbeeren angelaufen. Kurze Wege, frisch vom Feld auf den Tisch – so lautet das Motto der Wattenscheider Landwirte Hermann Appelbaum und Ernst-Wilhelm Westerhoff, die ihre Früchte im Direktverkauf anbieten. „Frische Ware steht bei den Kunden hoch im Kurs.“

Rot und prall hängen sie an den Pflanzen und werden ab frühmorgens gepflückt. Die Erdbeer-Ernte auf den WAT-Feldern in Westenfeld (Westerhoff) und Sevinghausen (Appelbaum) läuft derzeit auf Hochtouren. Die Helfer sind mehrere Stunden ab etwa 4.45 Uhr täglich auf den Feldern unterwegs. Angefangen wird früh, dann sind die Früchte kalt und fest. Bei zu großer Hitze werden die Erdbeeren weich, dann könnten beim Pflücken Druckstellen entstehen. Und das wollen die Kunden nicht. Die Helfer brauchen flotte Hände und ein gutes Auge, denn wichtig ist der richtige Zeitpunkt beim Einsammeln, damit keine über- oder unreifen Früchte im Korb landen.

Mehrere Stände

Sonne wünschen sich jetzt die Landwirte und etwas Regen („aber nicht zu viel, das ist auch nicht gut für die Früchte“), dann kommt die Ernte noch besser in Schwung. Der Mai war zwar recht trocken, doch die Böden seien sehr leistungsfähig und hätten die trockenen Perioden gut weggesteckt. Zum Glück gab es diesmal keine schweren Unwetter wie im Vorjahr den Pfingstorkan Ela. Hagel oder zu viel Nass, das sei nicht gut für Erdbeeren.

Wie die Ernte – sie läuft rund sechs bis sieben Wochen lang – angesichts des Wetters diesmal ausfällt, darüber könne man nur spekulieren. „Das variiert stark. Abgerechnet wird wie immer zum Schluss.“ Auf eine Prognose will man sich nicht einlassen. Verschiedene Erdbeer-Sorten werden angebaut: Vorteil sei so der unterschiedliche Reifezeitpunkt, dadurch kann regelmäßig geerntet werden; und jede Sorte reagiert anders auf widrige Umstände.

Erntefrisch werden die Kisten verladen und kommen anschließend sofort in den Direktverkauf. Appelbaum – der 57-Jährige baut seit 28 Jahren auf derzeit rund 2,75 Hektar die roten Früchte an, so lange wie kein anderer Wattenscheider Landwirt – hat Verkaufsstände am Wattenscheider Hellweg (an der Gaststätte Kümmel Kopp), an der Engelsburger Straße und vor der Sparkasse in Westenfeld.

Westerhoff (54) baut seit rund 15 Jahren Freiland-Erdbeeren an, die Felder dafür sind rund 1,5 Hektar groß. Der Verkauf erfolgt direkt am Hof an der Westenfelder Straße 155 (im Hofladen und am Stand), weitere Stände gibt es an der Blumenfeldstraße und ab Freitag an der Blücherstraße.

Landwirt Westerhoff lässt auch Selbstpflücker zu (täglich 9-16 Uhr, Mindestabnahme zwei Kilo pro Person, Anmeldung am Straßenstand oder im Hofladen).