Engagiert für Heimatgeschichte

Um Gerhard Lutter, der am 16. Januar im Alter von 79 Jahren nach längerer Krankheit gestorben ist, trauert der Heimat- und Bürgerverein (HBV) Wattenscheid. Lutter war bis zu seinem Tod Vorstandsmitglied des HBV und Spezialist für Wanderwege. Von ihm stammte die Anregung, einen Bergbauwanderweg in Höntrop und Eppendorf einzurichten, wie überhaupt dem Bergbau in der Region sein Interesse galt. Auch der 17 Stationen erfassende Historische Stadtrundweg geht auf Lutter zurück. Er hat auch mitgewirkt, im Ruhrtal einen speziellen Burgenwanderweg zu schaffen. Ein Höhepunkt im Leben von Lutter war im Rahmen der Bundesgartenschau 1998 eine Führung von Vertretern mehrerer Landesministerien über die Wanderroute 11. Sein Interesse galt der Vermittlung von Wissen zur Heimatgeschichte an Kinder und Jugendliche. So war Lutter an der Abfassung einer Bochumer Heimatfibel nach dem Muster der vom HBV entwickelten Wattenscheider Fibel beteiligt. Auch die „Entdeckung“ des historischen Grenzsteins in Sevinghausen geht auf Lutter zurück.