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Hansastraße offiziell für...

Ende einer Durststrecke

25.09.2009 | 16:41 Uhr
Ende einer Durststrecke

Anwohner und Autofahrer können aufatmen: Der Ausbau der Hansastraße zwischen Hausnummer 40 und der Gewerbestraße ist abgeschlossen. Am Freitagmittag wurde die Straße, auf der schon seit Donnerstag wieder der Verkehr fließt, offiziell wieder eröffnet.

Zur offiziellen Eröffnung der neu gestalteten Hansastraße ist Andreas Zamojski nicht gekommen. „Ich habe ja nichts zu feiern”, sagt der Pächter des Kiosks direkt am neuen Kreisverkehr an der jetzt runden Ecke Geitlingstraße. Nach 13 Monaten Bauzeit ist dem 58-Jährigen auch gar nicht danach zumute: „Mit zehn tausend Euro Minus und der Insel vor der Tür statt Parkplätzen ist mir eher zum Heulen.”

80 Prozent Umsatzeinbuße

Federn lassen musste auch Martina Kampkötter, Chefin der gleichnamigen Bäckerei an der Ecke Bismarckstraße: „Die letzten Monate waren eine absolute Hungerstrecke – wir hatten über achtzig Prozent Umsatzeinbuße.” Um Personalkosten zu senken, hatte sie ihr Geschäft im Sommer nur von 6 bis 11 Uhr geöffnet. Dennoch: „Meine Rücklagen sind aufgebraucht.” Ob das Ende der Bauarbeiten nun ein Grund zum Feiern ist? Die Geschäftsfrau mag das so nicht sagen: „Nach über einem Jahr müssen die Leute erst wieder den Weg zu uns finden.”

Gefunden haben ihn am Freitagmittag die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, allen voran Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch und Bezirksbürgermeister Hans Balbach, die sich vor der Bäckerei zum „symbolischen Schnibbelschritt” (Balbach) trafen.

Kosten: 3,8 Millionen Euro

Fahrbahnen, Gehwege, Beleuchtung, Kanal, Versorgungsleitungen, Leitungen für die Telekommunikation sowie Straßenmarkierung und Beschilderung, erinnerte der Stadtbaurat, sind seit Baubeginn im August 2008 auf den 1,3 Kilometern zwischen Hausnummer 40 und Gewerbestraße erneuert worden. Die Kosten: 3,8 Millionen Euro.

Immer wieder hatten die Arbeiten an der Hansastraße während der vergangenen 13 Monate für Schlagzeilen gesorgt: Bäume wurden unberechtigterweise gefällt, ein Bordstein für eine Einfahrt wurde direkt vor einer unter Naturschutz stehenden Linde abgesenkt, Anwohner machten die Bauarbeiten für ihre voll Wasser gelaufenen Keller verantwortlich, fertiges Pflaster wurde wieder aufgerissen, Straßenlaternen verschwanden so schnell wie sie aufgebaut worden waren – und die Geschäftsleute klagten über eine „kopflose Baustelle”.

Erste Kritik am neuen Radweg

„Die Beschwernisse und Störungen hören jetzt auf”, versprach Dr. Kratzsch bei der Wiedereröffnung der für Wattenscheid so wichtigen Entlastungsstraße – und musste sich gleich neue Klagen anhören. Zum Beispiel von Reimer Leptien. „Die Einfahrt zu unserem Haus ist jetzt so angelegt, dass ich nichts mehr sehen kann, wenn ich rausfahre”, kritisiert der Anwohner und befürchtet: „Irgendwann knallt's da.”

Info
Zahlreiche Mängel vor dem Ausbau

Vor der Sanierung wies die Hansastraße laut Tiefbauamt zahlreiche Mängel auf.

Es gab weder ausreichende Parkmöglichkeiten noch Radwege. Zudem fehlte ein durchgängiger Fußweg. An diesem Wochenende können vor allem die Autofahrer wieder aufatmen: Während der Vollsperrung der A 40 von Sonntag- bis Montagmorgen steht die Hansastraße wieder als Ausweichstrecke zur Verfügung.

Wilfried Dötze, der täglich mit dem Rad auf der Hansastraße unterwegs ist, ist unzufrieden mit dem Verlauf des neu angelegten Radwegs. „Musste der zwischen Ludwig-Steil- und Geitlingstraße über den Fußgängerweg an den parkenden Autos vorbei gehen?” fragt er. Nicht nur vor Beifahrern, die ohne nach hinten zu schauen ihre Tür aufreißen, ist Wilfried Dötze bange. „Dort, wo wir in den Kreisverkehr hineinfahren müssen, werden uns die Autos bestimmt auf die Schippe nehmen, so wie die da reinrasen”, befürchtet der 67-Jährige. Um noch versöhnlich hinzuzfügen: „Aber insgesamt ist es schon gut geworden.”

Allen könne man es nunmal nicht Recht machen, kommentiert der Stadtbaurat die Vorwürfe: „Eine Straße ist immer ein Kompromiss aus vielen verschiedenen Forderungen – und alle Beteiligten teilen das Schicksal der Straße.”

Annette Wenzig

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Kommentare
28.09.2009
22:59
Ende einer Durststrecke
von MArcus1233 | #5

Also ...Einzig der Fahrradweg über den Fußweg sehe ich als sehr bedenklich an ansonsten ist es OKAY.

Ich kann nur hoffen das aber das Ordnungsamt/ Polizei jetzt aufmerksamer sind, schon jetzt wird bereits eifrig auf der Fahrradspuren geparkt (z.B: 6,30-9:30 & 16-20:00) und als Radfahrer muss man die jetzt nutzen und die verengte Fahrbahn lässt jetzt keinen Platz mehr damit Radfahren auf die Fahrbahn gefahrenfrei ausweichen können, besonders zu Stoßzeiten.

28.09.2009
11:22
Ende einer Durststrecke
von Der Heide | #4

@stebono:

Genauso ist es!
Was besseres, als einen Zebrastreifen vor der Tür kann einem doch gar nicht passieren. Die Leute laufen dann doch direkt in den Laden.

Also umstellen auf Laufkundschaft, Marketing und Angebot überarbeiten.

Ein Kaufmann muss auf der Höhe der Zeit bleiben. Immer nur jammern und jaulen lässt die Kunden eher wegrennen, als zwei weggefallene Parkplätze.

27.09.2009
20:40
Ende einer Durststrecke
von Zauberille | #3

Die Kommentare von diesem HelwegHerbert sind einfach unerträglich. kann es sein das dieser Mensch mal Herrn Fleskes mal um einen Gefallen gebeten hat? Eine Baugenehmigung zu erwirken oder so? Herr Fleskes musste dann, nach Prüfung,
festellen das da was nicht koscher ist und sogar gegen Gesetze verstößt. Das hat er diesem Herbert mitgeteilt und seine Unterstützung versagt.
Nun ist Herbert sauer und diffamiert ihn nun ständig. Wie sonst sind so solche Kommentare zu werten?

27.09.2009
18:30
Ende einer Durststrecke
von stebono | #2

Ich bin froh dass jetzt endlich Ruhe einkehrt. Das ständige Gejammer des Kioskbesitzers ist unerträglich. Vielleicht sollte er mal sein Sortiment und sein Marketing überdenken.

27.09.2009
00:17
Ende einer Durststrecke
von HubertVomHellweg | #1

Wenn ich das doofe lächelnde spd-Männchen Fifi Fleskes schon auf dem Bild sehe, wird mir übel.

Wer denkt denn bitte schön einmal über Entschädigungen an die gebeutelten Geschäftsleute nach?

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