Eltern warten auf direkte Zusage

Ein Frühlingsfest wurde Freitag im ev. Kindergarten Günnigfeld gefeiert.
Ein Frühlingsfest wurde Freitag im ev. Kindergarten Günnigfeld gefeiert.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Die Eltern des evangelischen Kindergartens in Günnigfeld warten noch immer auf eine direkte, verbindliche Erklärung des ev. Kirchenkreises, dass die Anlage so lange weiterläuft, bis die neue Kita an der Günigfelder Straße in Betrieb geht. So soll klargestellt werden, dass jedes Kind auf einen sicheren Platz vor Ort wechseln kann.

„Seit Januar hat niemand vom evangelischen Kirchenkreis mit uns gesprochen“, erklärt die Vorsitzende des Elternrates, Stephanie Hüsch. Seit geraumer Zeit herrsche Unruhe unter den Eltern des evangelischen Kindergartens an der Günnigfelder Straße, der auslaufend geschlossen wird. Wann genau, ist aber unklar. Den Eltern ist wichtig, dass die Anlage so lange weiterläuft, bis die neue Kita fertiggestellt ist. In Günnigfeld sei kein Kindergartenplatz zu bekommen, dort herrsche eine akute Unterversorgung. „Besonders wer alleinerziehend und berufstätig ist, braucht dringend einen Platz“, so Hüsch. Die Eltern fordern deshalb die direkte Zusage des ev. Kirchenkreises als Träger, dass der Kindergarten so lange weiterläuft, bis Ersatz bereit steht.

Der Kirchenkreis hatte vor gut drei Wochen auf Nachfrage der WAZ eine Antwort geliefert. Damals betonte Christiane Wegers, Geschäftsführerin der Kita-Abteilung, „dass wir weder Familien noch Mitarbeiter im Regen stehen lassen, zumal in Günnigfeld ein Engpass herrscht. Wir stehen in Kontakt mit der Outlaw GmbH und wissen von den zeitlichen Verzögerungen; die Fertigstellung erfolgt frühestens im Frühsommer 2016. Doch auch wenn der Termin noch weiter nach hinten rückt, werden wir unseren Kindergarten so lange weiterbetreiben. Superintendent Höcker steht zu seinem Wort.“ Die Elternvertreter sagen allerdings, dass mit ihnen darüber bislang noch nicht direkt gesprochen wurde.

Mangel an Kita-Plätzen

Eine neue Kita will die Outlaw GmbH aus Greven an der Günnigfelder Straße 28a betreiben, allerdings gibt es erhebliche Zeitverzögerungen. Der Bauantrag wurde im Oktober 2014 eingereicht. Die Baumaßnahme sollte eigentlich Ende Oktober 2015 abgeschlossen sein. Insgesamt 65 Betreuungsplätze sind vorgesehen, davon 20 Plätze für unter drei Jahre alte Kinder. Die Errichtung der Einrichtung ist mit dem Jugendamt abgestimmt; die Betreuungsplätze werden auf der Grundlage der Jugendhilfeplanung langfristig benötigt.

Schon mehrfach hatten Günnigfelder Eltern deshalb gegen eine kurzfristige Schließung des ev. Kindergartens mobil gemacht. Die ehemalige Zwei-Gruppen-Anlage wurde bereits auf eine Gruppe mit rund 27 Kindern reduziert. Hüsch: „Wir wollen sicherstellen, dass keine Schließung vor Öffnung des neuen Kindergartens in Günnigfeld erfolgt.“

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