Eltern kritisieren Gruppenschließung

Auf geballten Elternprotest stößt die Reduzierung der Kita St. Theresia in Eppendorf: Die beliebte Drei-Gruppen-Anlage an der Holzstraße 12 soll um eine Gruppe verkleinert werden. Das sehen die Pläne des katholischen Zweckverbandes Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen vor.

Während eines Elternabends sei man darüber informiert worden, dass die Kita bis 2017 nach dem Willen des Zweckverbandes um eine Gruppe (ca. 25 Kinder) verkleinert wird. Gründe hierfür seien u.a. ein fehlender, permanent zugängiger Bewegungsraum und Überkapazitäten zur Betreuung über Dreijähriger in Eppendorf.

Offener Brief

„Die Elternschaft kann den Entschluss des Zweckverbandes nicht nachvollziehen“, so Kirsten Weiffen und Simone Bastian als Vorsitzende des Elternrates, die einen offenen Brief auch an die Kirchenleitung geschickt haben. Die Kita sei bekannt und beliebt für ihre hervorragende Arbeit, „wir wissen, dass unsere Kinder hier gut aufgehoben sind. Das Team der Erzieherinnen arbeitet nach dem Papilio-Konzept, fördert die Kinder in deren sozialer und emotionaler Kompetenz, damit sie soziale Regeln und gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten für Konflikte erlernen, Gefühlslagen anderer erkennen und damit positiv umzugehen wissen – kurz und gut: starke und eigenverantwortliche Persönlichkeiten werden. Die Kita ist zertifiziert und die Erzieherinnen sind sehr gut ausgebildet. Der gute Ruf der Kita und die hohen Anmeldezahlen, auch weit über die Stadtteilgrenzen hinaus, sprechen für das Team und ihr Konzept.“

Barbara Wagner vom Kita-Zweckverband des Bistums erklärt dazu, dass die dritte Gruppe vor vielen Jahren nur auf Kosten des Bewegungsraumes eingerichtet werden konnte, der seitdem fehle. In Eppendorf bestünde laut Jugendhilfeplanung ein Überhang an Plätzen. Deshalb habe sich der Kita-Zweckverband entschlossen, eine Gruppe dieser Anlage (alles Ü3) innerhalb von zwei Jahren schrittweise abzubauen. Offen bleibt, ob eine U3-Betreuung geplant ist.

Die Eltern verweisen darauf, dass kurze Wege wichtig sind und dass „in Eppendorf zwei neue Wohngebiete entstehen, in die neue Familien mit Kindern einziehen werden. Das Einzugsgebiet der Gemeinde St. Theresia hat sich durch die letzten Schließungen von Gemeinden und Kitas bis hin zur ,Engelsburg’ vergrößert. Für uns drängt sich der Eindruck auf, dass die Kita St. Theresia sowie die Gemeinde ein Opfer der Sparwut des Bistums Essen werden soll.“