Eine Schau zum Kennenlernen

„Büchertonnen“ nennt Christian Gode sein Werk. Gode,1976 in Wattenscheid geboren, machte 1996 zunächst seinen Gesellenbrief als Tischler. Später studierte er Kunst und Pädagogik an der Uni Essen.Foto:Gode
„Büchertonnen“ nennt Christian Gode sein Werk. Gode,1976 in Wattenscheid geboren, machte 1996 zunächst seinen Gesellenbrief als Tischler. Später studierte er Kunst und Pädagogik an der Uni Essen.Foto:Gode
Was wir bereits wissen
WAZ-„Kulturoffensive“ präsentiert die „Neuen“ des Bochumer Künstlerbundes unter dem Titel „Rookies“. Überraschung für Künstler und Besucher

Es ist ein Experiment. Nicht nur für die WAZ-„Kulturoffensive“, sondern auch – oder erst recht – für die ausstellenden Künstler. In den WAZ-Räumen an der Hüller Straße 7 zeigen vom 13. bis zum 29. März die „Neuen“, die „Anfänger“, die „Frischlinge“, genannt „Rookies“ (engl.), innerhalb des Bochumer Künstlerbundes (BKB) ihre Werke. Wobei es sich hier keineswegs um künstlerische Anfänger handelt, sondern tatsächlich um neue Mitglieder seit 2011.

Und jetzt wird’s richtig spannend: Diese „Rookies“ – so auch der Titel der Ausstellung – kennen sich untereinander und somit auch ihr Schaffen noch nicht gut, begegnen sich also mit und in der Ausstellung. Damit die Spannung bloß nicht nachlässt, „haben wir per Zufall Paare ausgelost“, erklärt der Wattenscheider Kunstlehrer und selbst Künstler, Christian Gode, der diese Ausstellung auch als Kurator begleitet. „Diese Paare tauschen im Vorfeld eine Arbeit, die sie in der Ausstellung „Rookies“ präsentieren möchten, miteinander aus. Wie die Auswahl der Arbeiten organisiert wird, bleibt den Beteiligten überlassen.“

Christian Gode gibt vor, dass zum Aufbau der Ausstellung dann jeder die Arbeit des anderen mitbringt und diese auch präsentieren muss. Gode zur WAZ: „Es wird nicht nur eine Überraschung für die Gäste, die Besucher sein, sondern auch für die Künstler selbst.“

An der Ausstellung beteiligt sind neben Gode, dessen Werk ebenfalls gezeigt wird, 13 „Neue“ aus Wattenscheid, Bochum und Umgebung. Einige der Künstler haben sich von der WAZ schon vor der Eröffnung ein wenig in die Karten schauen lassen, mit welcher Arbeit sie vertreten sein wollen.

So etwa Angela Schilling: 1970 in Bochum geboren, studierte sie an der Kunstakademie Münster, dann ein Jahr lang an der University of New Mexico, USA, und später noch weiter in Münster bis zum Examensabschluss. In der Ausstellung „Rookies“ wird das Werk „Miss Missile geht aus“ gezeigt.

Thomas Bocian, 1983 in Hattingen geboren, ist ein technisch hochversierter und interessierter Zeitgenosse, der Gespür für Soziales beweist. In den letzten Jahren verbrachte er viel Zeit bei Fotografen, Werbeagenturen und Filmproduktionen. Seit 2007 studiert er Fotodesign an der FH Dortmund. Zeigen wird er die Arbeit „Mythos Wald“.

„Rookies“ startet mit der Vernissage am 13. März (Freitag) um 19 Uhr, Hüller Straße 7. Geöffnet ist die Schau mittwochs, samstags und sonntags von 17 bis 20 Uhr. Die Finissage findet statt am 29. März (Sonntag) um 16 Uhr. Der Eintritt – auch zur Eröffnung und zur Schluss-Veranstaltung – ist frei.