Eine Chance auf Perspektiven bieten

Auch einen die Birnbaum setzten die jungen Menschen auf dem neuen Pflanzgelände.Foto:Gero Helm
Auch einen die Birnbaum setzten die jungen Menschen auf dem neuen Pflanzgelände.Foto:Gero Helm
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Wattenscheider Bildungs-Zentrum lud ein zum Josefstag. Berufsvorbereitende Maßnahme im Bereich Garten- und Landschaftsbau vorgestellt

Sie wollten nicht irgendeinen Baum pflanzen. Ein Birnbaum sollte es sein. Denn die Buchstaben stehen sinnbildlich für das Projekt: B wie Bildung, I wie Integration, R wie Reife, N wie Nachhaltigkeit sowie E für Erfolg. All’ diese Worte sollen Wurzeln schlagen.

Zum Aktionstag, dem Josefstag, hatte das Wattenscheider Bildungs-Zentrum (WBZ) geladen, stellte dabei in der berufsvorbereitenden Maßnahme den Bereich Garten- und Landschaftsbau (GaLa) vor. Eine Chance auf Bildung bieten und allen Anwesenden Perspektiven aufzeigen: Darum sollte es und soll es auch zukünftig gehen.

Jugend braucht Perspektiven

Hierzu wurde extra für den Projekttag der Arbeitsbereich vorab dekorativ mit aussagefähigen Postern und Naturbildern gestaltet. Die Besucher konnten sich zudem an einem Pflanzen- und Kräuter-Probiertest versuchen, ihrem Wissen auf den Zahn fühlen und Neues lernen.

Sechs Teilnehmer aus der Wattenscheider Einrichtung zwischen 16 und 24 Jahren hatten das Thema an der Hohensteinstraße konkret aufgegriffen und die daraus resultierenden Möglichkeiten aufgezeigt. Gewöhnlich gehen sie drei Tage in der Woche arbeiten, an zwei Tagen zur Berufsschule oder erhalten fördernden Unterricht. Am Ende sollen sie in eine Ausbildung oder an eine weiterführende Schule vermittelt werden.

„Die Maßnahme dient dazu, Talente zu entdecken, soll dabei helfen, auf Betriebe zuzugehen“, schilderte GALA-Bereichsleiterin Bärbel Hartmann. Auch der Bochumer Arbeitsagentur-Leiter Luidger Wolterhoff war bei der Pflanzaktion am Josefstag vor Ort, wollte ebenso ein Zeichen setzen und den Jugendlichen Mut machen, „sich auf den Weg zu begeben“.

Zum Hintergrund: Der Josefstag ist ein bundesweiter, dezentraler Aktionstag, der auf die wichtige Arbeit in Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, insbesondere der Jugendberufshilfe, in katholischer Trägerschaft aufmerksam macht. Am Josefstag präsentieren diese Einrichtungen ihre Arbeit in der Öffentlichkeit. Verantwortungsträger aus der katholischen Kirche und gegebenenfalls auch aus der Politik sind eingeladen, sich direkt ein Bild von der Lage in den Einrichtungen der Jugendsozialarbeit zu machen. Inhaltlich beschäftigt sich der Josefstag mit den Lebens- und Zukunftsperspektiven benachteiligter Jugendlicher. Dazu steht jeder Josefstag unter einem bestimmten Schwerpunktthema (diesmal „ausBildung – Jugend braucht Perspektiven“), zu dem die Jugendlichen und Mitarbeiter in den Einrichtungen und die Jugendverbände arbeiten.

Der Josefstag fördert neue und stärkt bestehende Netzwerke. Aus diesem Grund nehmen jedes Jahr bundesweit zahlreiche Einrichtungen und Verbände an diesem Aktionstag teil. Der Heilige Josef gilt als Schutzpatron der Arbeiter und der Jugendlichen.