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„Ein Tag im Dunkeln“

27.09.2011 | 17:03 Uhr
„Ein Tag im Dunkeln“
Walter Menzen läßt sich den von einem Scanner eingelesenen Buchtext vorlesen

Wattenscheid.Anschaulich machen, was es heißt, sehbehindert oder blind zu sein und zugleich die Hilfsmöglichkeiten für den Lebensalltag aufzeigen: Das will der Aktionstag, den der Blinden- und Sehbehindertenverein Wattenscheid am 14. Oktober von 10 bis 17 Uhr im Haus der Caritas (Propst-Hellmich-Promenade) im Rahmen der bundesweiten „Woche des Sehens“ veranstaltet.

„Es geht alles weiter, aber anders“, erklären Elfi Zirkel (Vorsitzende) und Walter Menzen (2. Vorsitzender) mit Blick auf die Hilfsmittel, damit Menschen mit Sehbehinderung im Leben zurecht kommen können. Der Aktionstag hat den Titel „Ein Tag im Dunkeln“. Im „Dunkelcafe“ können Kinder der Gertrudis-Grundschule und alle interessierten Besucher durch Simulationsbrillen erfahren, welche Formen der Sehbehinderung existieren und wie sich diese auswirken: Das reicht vom Tunnelblick über die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und verschwommenes Sehen bis zur Blindheit. Die Kinder lernen die Blindenschrift kennen, erproben sich im Umgang mit dem Langstock, erfahren wie man im Dunkeln die Mahlzeiten auf dem Teller findet.

Eine DVD-Präsentation (14 Uhr) will sensibilisieren für den Umgang mit sehbehinderten und blinden Menschen: „Nicht so – sondern so.“ Zwischen 14.30 und 15 Uhr können die Besucher Fragen stellen an die WSW-Berater und Mitglieder des Vereins und bekommen viele Tipps zum besseren Verständnis im Umgang mit Blinden oder Sehbehinderten. Augenarzt Dr. Andreas Scholz referiert von 15 bis 15.30 Uhr (Prävention und Diagnose), um 16 Uhr folgt ein Vortrag von Dr. Scholz und Elfi Zirkel zum Thema Rehabilitation; die Besucher können Fragen stellen. Eine Hilfsmittelausstellung, ein Infostand Mobilitätstrainer und ein kostenloser Sehtest gehören auch zum Programm. Ebenso der Workshop „Kochen und Backen“: Küchenhilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen kommen beim Zubereiten von Speisen zum Einsatz. Mitmachen kann jeder, ob selbst betroffener oder interessierter Besucher (man kann sich auch im Vorfeld anmelden).

Das Vereinsbüro, zugleich Beratungsstelle für alle Betroffenen und Angehörigen, ist unter Tel. 99 17 97 zu erreichen (Voedestraße 5).

Ralf Drews

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