Eigentum verpflichtet
20.06.2007 | 02:35 Uhr 2007-06-20T02:35:26+0200Warum tragen die Menschen Wassereimer auf dem Kopf? Warum haben sie nur ein Bett in ihren Häusern, so dass die Kinder auf der Erde schlafen müssen? Und warum haben sie keinen Löffel zum Essen? ...
... Mit jeder Menge Fragen haben die Kinder vom Kindergarten St. Pius ihre Erzieherinnen und Gerhard Ruth vom Vorstand des Partner-Kindergartens "Wattenscheid" in Gambia bombardiert: Beim Tag der offenen Tür drehte sich gestern alles um das kleine westafrikanische Land.
Besonders spannend fanden es die Kleinen, im Info-Film zu sehen, wie die Kinder und Erwachsenen in Gambia bei ihren Festen trommeln und tanzen. "Sie haben ja bereits einen Bezug zu Gambia, weil sie schon für die Kinder dort Bilder gemalt und Spielzeug gesammelt haben", sagt Monika Gombarek, Leiterin des Kindergartens St. Pius.
Höhepunkt des Nachmittags an der Stresemannstraße war dann auch die Präsentation des Trommelkurses "King Kilibar" vom Zentrum für Bewegung und Tanz in Gerthe - beim Mitklatschen und Mittanzen waren die Kleinen eifrig dabei. Fast schon zu eifrig: "So schnell müsst ihr gar nicht sein", musste Martin Hinzmann sie mehrmals bremsen. Einfache Rhythmen brachte der Musiker, Trommellehrer und Instrumentenbauer den Kleinen bei: lang - lang - schnell - schnell - schnell - schnell - lang.
Fehlte nur noch der Tanz, der in Gambia traditionell die Trommelmusik begleitet - zum Beispiel die Darstellung des Tagesablaufs eines Fischers. "Doch dafür sind die Kinder noch ein wenig klein", sagt Hinzmann, der seine Trommelausbildung in Westafrika gemacht hat. Also musste das Mitklatschen reichen. Später durften die Kinder die Instrumente selbst ausprobieren. Und das hörte sich schon so richtig afrikanisch an.
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