Dückerweg für neuen Autohof im Gespräch
03.08.2010 | 17:58 Uhr 2010-08-03T17:58:00+0200
Wattenscheid.Der Dückerweg könnte für Lkw-Fahrer zur ersten Adresse werden. Denn der Standort wäre gut geeignet für den ersten und einzigen Autohof zwischen den Niederlanden und Kassel. Erste Überlegungen gibt es bereits.
Der Dückerweg an der A40 wäre geeignet für einen Autohof. Speziell Trucker hätten dort eine Möglichkeit für Rast und Ruhe. Es wäre der erste und einzige zwischen den Niederlanden und Kassel. Die Stadt bestätigte entsprechende Überlegungen.
Autohof Dückerweg – dabei geht es nicht um eine der Riesen-Parkanlagen, deren Komfort alle Ferienreisenden nach ermüdenden langen Autobahnkilometern so gerne annehmen. Trucker sollen dort eine Möglichkeit finden, ihre Ruhezeiten einhalten zu können. Was danach wieder allen Autobahnnutzern zugute kommt; Stichwort: Sekundenschlaf.
Davon abgesehen, war die frühere Tanke am Dückerweg immer schon gern genutzter Parkraum für die Lkw-Fahrer. Warum dort für diese nicht mehr Komfort? Anwohner anderer innerstädtischer Straße werden es danken, wenn manche Firmen-Zulieferer nicht mehr auf der mühseligen Suche nach einem Parkplatz ihren Truck letztendlich dort abstellen, wo einfach nur Platz ist. „Autohof Dückerweg“ – klingt gut; „Autohof Wattenscheid“ noch besser. -te
Die Besitzverhältnisse über Grundstücke und Immobilien zwischen Dückerweg und Grünstraße werden aller Wahrscheinlichkeit neu geregelt. Ein privater Investor kümmere sich bereits, um dort Eigentum zu erwerben. „Dort einen Autohof anzusiedeln, ist durchaus Intention der Stadt“, sagt Siegfried Jahns (57), Experte bei der kommunalen Wirtschaftsförderung für die Bereiche „Unternehmen und Flächen“.
Noch keine konkreten Pläne
Konkrete Pläne gäbe es bislang nicht, „aber wir stellen uns eine Fläche vor so groß wie möglich, damit die allseits bekannte Parkplatznot für Lastwagen gelöst werden kann“. Denn deren Fahrer verlassen unter der gesetzlichen Vorgabe, ihre Ruhezeiten einhalten zu müssen, die Autobahn und stellen ihre Laster aus Platzmangel notgedrungen in Gewerbegebieten, an Straßen oder auf dem Holland-Gelände ab – ein altbekanntes Problem für die Stadt.
Am Dückerweg stünden für einen Rastplatz direkt abseits der A 40 laut Jahn zwischen dreißig- und vierzigtausend Quadratmeter zur Verfügung, ohne lange Kurverei durch innerstädtische Straßen schnell und zentral anzusteuern. Aufgabe des Investors wäre es auch, für solch einen „Autohof“ einen professionellen Betreiber zu finden, der das Areal, ausgestattet mit Sanitärräumen und Verpflegungsmöglichkeiten, entwickelt und betreibt.
Zur Zeit ist die Anschlussstelle wegen des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn gesperrt – noch bis Mitte September, wie der Landesbetrieb Straßen NRW bestätigt.
Direkter Anschluss von Thyssen Krupp an die A40
Die Kommune ist, so Jahns, bei diesen Planspielen „nur als Moderator dabei“, sieht sich aber in der Lage, das Thema planungsrechtlich aufzubauen. Gleichzeitig stellt sie aber die Bedingung, dass eine solche Rastanlage „ins Stadtgefüge passen muss“. Das Projekt habe Zeit „nach hinten offen“, aber das, was der Interessent der städtischen Wirtschaftsförderung bislang vorgestellt habe, zeige schon Hand und Fuß, „er müht sich redlich“. Trotzdem sei noch lange kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Um die Größenverhältnisse zu verdeutlichen: Eine Fläche, rund fünfmal so groß wie ein Fußballfeld, soll asphaltiert werden, um daraus einen riesigen Stellplatz zu machen. Mit Lkw-Verkehr rund um die Uhr, denn Trucker legen bekanntlich nicht gleichzeitig ihre Rast ein. Das verursacht ein enormes Lärm- und Abgasaufkommen durch zu- und abfahrende Fahrzeuge, die den ohnehin stark frequentierten Autobahnbereich zusätzlich verdichten.
Auch für die Anwohner wird es ein Alptraum sein, was sich die Planer da ausdenken. Die Einzigen, die Reibach machen, sind Fastfood-Ketten und der Investor bzw. Betreiber, der nicht ohne Eigennutz solche Pläne verfolgt. Ob ein solch überdimensionierter Parkplatz dann wirklich so stark angenommen würde wie gedacht, sei mal dahin gestellt. Dre
Auch „Thyssen Krupp Steel Europe“ sieht für sein Werk eine Möglichkeit, über den Dückerweg einen direkten Anschluss an die A 40 in Richtung Osten zu erhalten. Im Gespräch ist eine besondere Zufahrt. Das bestätigten sowohl ein Unternehmenssprecher als auch der städtische Planer. So könne der Massenverkehr von der Essener Straße und vom Hellweg ausgedünnt werden.
Jahns nennt noch eine zweite Option für einen neuen „Autohof“, der für den Verkehr in Richtung Holland von Nutzen sein könnte – direkt nach dem neuen Westkreuz auf der jetzigen Ackerfläche zwischen Hansa- und Elbinger Straße. „Allerdings ist das bei weitem nicht so konkret wie die Überlegungen für den Dückerweg“, schränkt er ein. Ein Bauernhof abseits der Hansastraße sei bereits gekauft, aber derjenige, der für das Vorhaben Interesse gezeigt habe, – dem Vernehmen nach ein Unternehmer aus dem benachbarten Industriegebiet „Carolinenglück“ – „konnte bislang kein befriedigendes Konzept vorlegen, er hat wohl den Spaß daran verloren“, sagt Jahns.
20:08
Wer meint, dass es kein Konzept für einen Autohof zwischen Elbinger- und Hansastrasse vorliegt, der irrt leider. Der Investor DEWENDER hat in Zusammenarbeit mit BP nicht nur bereits konkrete Pläne für eine LKW Waschanlage, 86 LKW Stellplätzen, einer Tankstelle, eines Hotels, einer Großgastronomie, eines Burgerladens und einer Spielhalle der Stadt Bochum vorgelegt, sondern bereits auch schon Lärmschutzgutachten erstellen lassen. Wer meint, dass an dieser Stelle ein Autohof in mehr als direkter Nachbarschaft zu Anwohnern (ca. 5-25 Meter) sinnvoll ist, dem biete ich gerne mein Reihenhaus zum Kauf an. Zu Beachten bleibt allerdings, dass auf Grund der künftigen Toplage ein Toppreis zu zahlen ist.
Bei Interesse kann der erste Plan, welcher wohl schon überarbeitet worden ist, gerne per Mail zugesandt werden.
23:23
Entlang der gesamten BAB im Revier gibt es derzeit nicht annähernd genug Autohöfe für die Trucker. Diese wiederum sind gezwungen die gesetzlichen Lenk-und Ruhezeiten einzuhalten. Das Revier hat ausreichend Industriebrachen - entlang jeder BAB. Da ist jeder Autohof sinnvoll.
22:46
@9: jeder der von Belgien, Holland nach Schlesien, Tschechien über Kassel, Thüringen und Sachsen will und umgekehrt fährt über die A40, die zur A44 wird
16:50
Fazit:
Wir machen in Wattenscheid mal wieder nichts und mechern anschließend, dass nichts passiert.
15:49
Die Raststätte Bottrop-Süd an der A2 ist der Beweis.
Für was? Das ein enormer Bedarf an Stellplätzen in unmittelbarer Nähe zu sanitären Einrichtungen besteht? - Das stimmt!
Warum sollte ein Trucker auf der A42 bleiben? Dort gibt es weder Raststätte noch Autohof. Dort bleibt praktisch nur der Parkplatz in Castrop-Rauxel Blasenhorst über, der bekanntlich ein Treffpunkt für nächtliche Sauereien ist und dem geneigten Kraftfahrer dadurch teilweise den Schlaf raubt.
Jedem Autohofgegner empfehle ich mal, abends ab 18 Uhr einen Rastplatz aufzusuchen und darauf zu achten, wie viel Platz für LKW noch frei ist.
15:28
Mal abgesehen davon das die A40 eine Querung des Verkehrs von Dortmund nach Duisburg und umgekehrt ist sowie den Kfz-Verkehr zwischen den Ruhrgebietsstätten aufnimmt, welcher Trucker ist so doof wenn er auf der A2 oder A42 ist abzufahren und an der A40 zu rasten? Die Raststätte Bottrop-Süd an der A2 ist der Beweis.
Und Lieferverkehr zu Thyssen Krupp Steel Europe wird dann dort garantiert nicht nächtigen oder rasten.
Also noch ein ganz großes Fragezeichen.
09:45
Denkt eigentlich irgend einer bei der Stadt an die Anwohner.Seit Jahren bekommen die keine Ruhe . Selbst am Wochende wenn die Autofahrer wichtige Fahrten zum Dückerweg durchführen um dort Ihre Rennen zufahren. Ist ja gut das wir dann auch noch ein Truckrennen erleben dürfen.
Die nächste Wahl kommt bestimmt.
09:07
Es gibt auch einen Autohof auf der A 40 in Duisburg! Also bevor jemand einen Artikel schreibt, vielleicht mal informieren! Ausserdem müsste dieser neue Autohof gigantisch werden! Dazu müsste das komplette D&W Gelände geräumt werden und die Durchfahrt ins Wohngebiet gesperrt werden! Da das nicht realisierbar sein wird, viel Spass mit dem kleinen Autohöfchen!
07:21
Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, es werden keine Steuermittel verschwendet denn es ist ein Privatinvestor gefunden, es enstehen Arbeitsplätze und das Contra im obigen Text verursacht ein enormes Lärm- und Abgasaufkommen durch zu- und abfahrende Fahrzeuge, die den ohnehin stark frequentierten Autobahnbereich zusätzlich verdichten
kann man so auch nicht stehen lassen, denn es war bisher auch nicht anders. Um hier eine Verschlechterung vorraussehen zu können, hätte es vorher erstmal besser sein müssen....was es nicht war.
23:47
@4: 10 Arbeitsplätze sind besser als 0 oder?