DRK Wattenscheid beendet „mäßiges Blutspendejahr“

Manchmal menschelt’s auch. Hier ein Spender beim 8. Blutspende-Marathon im November 2014.
Manchmal menschelt’s auch. Hier ein Spender beim 8. Blutspende-Marathon im November 2014.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Spendenbereitschaft geht weiter zurück. DRK will künftig vor allem auf die Sonntags-Termine setzen. Ein „nicht wirtschaftlicher“ Spenden-Ort fällt weg, zwei neue kommen hinzu: die Feuerwache an der Höntroper Straße und die Grillakademie Ruhr.

Wattenscheid..  Die Bereitschaft zur Blutspende in Wattenscheid sinkt weiter. Zu diesem Jahresabschluss kommt das hiesige Rote Kreuz. An den 20 Spendeterminen in 2014 zählte der Wohlfahrtsverband 1796 Spenden. 2013 waren es noch 2042 an insgesamt 24 Terminen.

Das DRK beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Nach Jahrzehnten des Anstiegs sinke der Blutbedarf zwar aktuell wieder, sagt DRK-Leiter Thorsten Junker, dennoch müsse „die Grundversorgung stets gesichert sein“.

Neue Spenden-Orte angekündigt

Das DRK kündigt nun an, seine Blutspende umzuorganisieren. Entfallen sollen künftig „unwirtschaftliche“ Termine wie die in Eppendorf. Dort waren zuletzt nur 27 Spender erschienen, Jahresdurchschnitt waren 90 pro Termin.

Ausgebaut werden sollen dagegen die Sonntagstermine in der Kreisgeschäftsstelle. Damit folgt das DRK dem Spenderwillen, erklärt Junker: „Diese Termine werden unsere Zukunft in Wattenscheid sein, da dorthin die meisten Spender kommen und die Räume in 2015 erweitert werden.“ Der letzte Sonntags-Spendetermin am 7. Dezember erreichte einen Spitzenwert von 174 Spendern in fünf Stunden. Insgesamt soll es im kommenden Jahr 23 Spendetermine geben.

Als neuer Ort kommt die Feuerwache der Löschzüge Höntrop und Eppendorf an der Höntroper Straße hinzu. Das DRK, das auch insgesamt mehr Zusammenarbeit mit der Feuerwehr anstrebt, plant „einen Testlauf in der Region, an dem sich auch die Feuerwehrleute selbst wieder beteiligen werden“.

Auch die Grillakademie Ruhr an der Zollstraße soll als Ort für die Blutspende fungieren – sowie für eine Blutspender-Ehrung. Besonderer Anreiz dort: Die Spender werden mit frisch Gegrilltem verköstigt.

Mit Blick auf die Altersstruktur will sich das DRK besonders um zwei Gruppen kümmern: Nachwuchs beim Ehrenamt und junge Spender. 145 Erstspender konnten gewonnen werden; insgesamt sind 2014 rund 47 Prozent der Wattenscheider Spender älter als 50 Jahre gewesen.

Um noch mehr zu gewinnen, soll das Jugend-Rotkreuz (JRK) aktiviert werden. Es soll junge Spender werben und 2015 einen eigenen Termin ausrichten. Mark Büteröwe vom Kreis-JRK erklärt: „Wir wollen unsere eigenen JRK’ler, Familie, Verwandte und Freunde ansprechen und auch eine eigene junge Verpflegung sicherstellen.“