DRK-Kleiderkammer bleibt gefragt

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Wattenscheid..  Seit der Wiedereröffnung der Kleiderkammer im DRK-Zentrum an der Sommerdellenstraße 26 Anfang des Jahres hat sich viel getan. Die aktuelle Zwischenbilanz lautet: Regelmäßig suchen 30 bis 40 Menschen pro Öffnungstag die Kleiderkammer des Roten Kreuzes in der Hellwegstadt auf.

„Viele Zugewanderte kommen mittlerweile und dies regelmäßig, da sie in der Regel Kinder haben, die oftmals kaum wettergerechte Kleidung besitzen. Regelmäßig sehen wir vor allem Kinder in viel zu dünnen Hosen und Jacken und ohne passende und wetterfeste Schuhe. Gut, dass jetzt erst einmal Wochen mit wärmerem Wetter anstehen“, schildert Corinna Kawaters, die vorerst mit Regine Michalak die ehrenamtliche Leitung übernommen hat. Sie weiß zu berichten: „Jede Woche kommen auch neue Besucher, die durch Beratungsstellen oder von anderen Zugewanderten oder Flüchtlingen von unserer Kleiderkammer erfahren haben.“

Kostenlose Ausgabe

Jeweils dienstags zwischen 9 und 11 Uhr dürfen Bedürftige bisher Kleidung aussuchen und kostenlos mitnehmen. Die neun Ehrenamtlichen, die das neue Kleiderkammer-Team bilden, arbeiten wöchentlich auf Hochtouren: In zwei „Schichten“ nehmen sie Spenden entgegen, sichten und sortieren die Kleidung. Während der Öffnungszeit räumen sie auf und beraten die Besucher.

Momentan stellt jeder Sortier- und Ausgabetag für die Gruppe eine besondere Herausforderung dar: Kleidersäcke, die abgegeben wurden, müssen sortiert und aufgehängt werden. Jede Menge Kleiderspenden, Haushalts- und Spielwaren kommen hinzu, so dass mehrere Stunden Hochkonjunktur in der DRK-Kleiderkammer herrscht.

Kleiderspenden werden dabei in zwei Kategorien aufgeteilt: Guterhaltenes kommt in die Regale für die Ausgabe. Kaputte und verschmutzte Kleidungsstücke – Handschuhe sind Pflicht für die Helfer – werden vom DRK recycelt. Durch die Erlöse hieraus wird der Betrieb der Kleiderkammer für die Bedürftigen und die auch weiterhin kostenlose Kleiderausgabe finanziert.

„Die Sortierarbeiten alleine sind eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass die Ehrenamtlichen zwischen 50 und 75 Jahre alt sind. Aber sie sind mit viel Herzblut bei der Sache, und auch die Ältesten wollen sogar noch einen weiteren Ausgabetag stemmen“, kündigt DRK-Sprecher Christian Lange an.

Auch donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr sollen ab sofort gebrauchstaugliche Kleidungsstücke ausgegeben werden. „Wir benötigen dazu aber weitere Unterstützung, um allen Ansprüchen der Kleiderkammer-Nutzer gerecht zu werden. Es werden ja auch Gespräche geführt, die Spendensäcke müssen kontrolliert, sortiert und eingelagert werden. Vor allem körperlich belastbare Personen sind da gefragt“, betonen Corinna Kawaters und Regine Michalak.