DRK-Helfer für Rosenmontag gerüstet

DRK und Feuerwehr Höntrop übten gemeinsam.
DRK und Feuerwehr Höntrop übten gemeinsam.
Foto: Ruth

Wattenscheid..  Gut gerüstet blickt das DRK auf den Rosenmontag – ein Großkampftag in der heißen Karnevalsphase. Wenn Wattenscheid ausgelassen feiert, steht für die Helfer ein Großeinsatz an.

Sowohl der Umzug als auch das Gänsereiten in Höntrop und Sevinghausen wird sanitäts- und rettungsdienstlich betreut. Ein beheiztes Sanitätszelt als Unfallhilfsstelle wird am Hellweg auf dem Rewe-Parkplatz aufgebaut.

Solche Einsätze plant das DRK lange im Vorfeld. Rund 40 Helfer, die meisten ehrenamtlich, sind dabei, Verstärkung kommt aus Nachbar-Kreisverbänden. Oberarzt und Unfallchirurg Dr. Karsten Wilzek vom Martin-Luther-Krankenhaus steht vor Ort im Sanitätszelt am Hellweg koordinierend und helfend bereit. „Das Zelt am Hellweg ist zentrale Anlaufstelle und zugleich Sanitätsstation, wenn nicht sofort ein Transport ins Krankenhaus erforderlich ist“, so DRK-Sprecher Christian Lange.

Alkohol ist das Hauptproblem

Nicht immer geht es gleich ins Krankenhaus, im Schnitt registriert das DRK etwa drei bis acht Transporte. Mehrere Rettungswagen werden strategisch so postiert, um im Notfall schnell helfen zu können. Die Helfer testen schon lange im Vorfeld die gesamte Ausrüstung im medizinischen Bereich, Funkgeräte und Ausstattung und machen auch die Fahrzeuge fit. Erst kürzlich fand ein gemeinsamer Übungstermin von Freiwilliger Feuerwehr Höntrop und DRK statt.

Bei dem Karnevalseinsatz herrscht enger Kontakt zu Feuerwehr und Polizei. So können Doppel-Einsätze durch mehrere ungenaue Meldungen vermieden werden. Die Fahrzeugbesatzungen müssen wissen, wo sich der Zug befindet und über welche Verbindungen man schnell vor Ort ist.

Probleme durch Alkohol spielen bei den Hilfseinsätzen weiterhin die größte Rolle, gerade bei jungen Leuten, gefolgt von Schnittverletzungen und Verletzungen durch körperliche Auseinandersetzungen. Durch verschärfte Kontrollen des Ordnungsamtes habe sich das Alkoholproblem zuletzt allerdings leicht gebessert, so Christian Lange.

Auch die Freiwillige Feuerwehr ist Rosenmontag im Einsatz. Die Höntroper Wehr – sie trainierte am Freitagabend im Rahmen der Kooperation noch mit dem DRK verschiedene Aufgaben von Zeltaufbau bis Behandlungsplatz einrichten – wird an der Höntroper Straße positioniert sein. Die Eppendorfer Wehr wird den Zug begleiten.

Auch das Martin-Luther-Krankenhaus bereite sich intensiv auf den Rosenmontag vor, so MLK-Sprecher Jonas Sewing, u.a. durch ein verstärktes Ambulanzteam. Alkohol, Schnittverletzungen, Körperverletzungen – das seien die Hauptprobleme. Besonders abends, nachdem sich das Feiern in die Gaststätten verlagert hat, landen
vermehrt Patienten im Krankenhaus. Das Notarzt-Einsatzfahrzeug bleibt Rosenmontag am Martin-Luther-Krankenhaus stationiert, rückt bei Bedarf aus.