DRK bilanziert „normalen Karnevalsdienst“

Die Helfer des DRK beim Rosenmontagszug in Höntrop.
Die Helfer des DRK beim Rosenmontagszug in Höntrop.
Foto: DRK
Was wir bereits wissen
Sieben Krankentransporte beim Rosenmontagszug durch Höntrop, davon sechs alkoholbedingt. 40 Ehrenamtliche von morgens bis abends im Einsatz.

Wattenscheid..  „Ruhig und friedlich“ – so lautet das Rosenmontags-Fazit des DRK. 40 Ehrenamtliche waren vor, während und nach dem Umzug durch Höntrop als Sanitäts- und Rettungsdienste im Einsatz. Zwei Rettungs- und fünf Krankenwagen standen mit zwei Notärzten nach dem Gänsereiten auf den Seitenstreifen des Wattenscheider Hellwegs zur Verfügung.

Schwerpunkt war der Rewe-Parkplatz, auf dem das beheizte Sanitätszelt aufgestellt und eine gute Anfahrt der Fahrzeuge möglich war. Da dort ebenfalls Polizei, Ordnungs- und Jugendamt postiert waren, funktionierte die Zusammenarbeit „wieder hervorragend“, teilt Präsident und Einsatzleiter Thorsten Junker mit.

Insgesamt sieben Transporte verzeichnete das DRK, davon sechs alkoholbedingte Fahrten sowie einen Armbruch. Zwei größere Platzwunden am Kopf konnten vor Ort erstversorgt werden. Sorgen bereiteten dem DRK zwei Minderjährige: ein 16-Jähriger war zu Beginn des Umzugs kaum ansprechbar und musste nach ärztlicher Versorgung in die Kinderklinik Bochum gebracht werden. Eine gleichaltrige Jugendliche war ebenfalls stark alkoholisiert und nicht gehfähig. Zudem war sie hysterisch und verrichtete ihre Notdurft im Sanitätszelt. Auch hier wurde ein Transport ins Krankenhaus angeordnet.

Der letzte Einsatz ereilte die Sanitäter weit nach dem Umzug. Gegen 17.15 Uhr wurde eine hilflose Person allein im Feld am Herrenacker gefunden und aufgrund des stark getrübten Bewusstseins ebenfalls direkt ins Krankenhaus gebracht.

„Alles in allem war es ein normaler Karnevalsdienst. Natürlich sind alkoholbedingte Einsätze immer sehr zeitaufwendig und erfordern höchste Aufmerksamkeit bei der Betreuung der Patienten, denn es droht beim Erbrechen Erstickungsgefahr“, weißt Junker noch einmal auf die Gefahren hin.

Die DRK-Helfer waren ab 10 Uhr mit Vorbereitungen beschäftigt und erledigten gegen 19.30 Uhr noch letzte Formalitäten in der Leitstelle an der Sommerdellenstraße 26.