„Diese eine Lesebühne“ schlägt neues Kapitel auf

Moderator Christoph Koitka mit einer Autorin in Herten.
Moderator Christoph Koitka mit einer Autorin in Herten.
Foto: Lukat

Wattenscheid..  Eine Wanderbühne für Nachwuchsautoren macht Station in der Alten Freiheit: Am Donnerstag, 15. Januar, gastiert „Diese eine Lesebühne“ in der Buchhandlung van Kempen an der Saarlandstraße. Los geht’s um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Literaturkritik live und in Farbe“ verspricht die noch neue Veranstaltungsreihe. Ambitionierte Autoren sollen eine Chance bekommen, ihre Werke einem kritischen Publikum vorzustellen. Etwa 15 Minuten Zeit haben die Lesenden, um ihre Texte zu präsentieren. Anders als etwa beim Poetry-Slam soll aber kein Wettbewerb veranstaltet werden: „Zu gewinnen gibt es trotzdem ‘was: Gute Unterhaltung für die Zuhörer und hoffentlich auch gutes Feedback für die Autoren“, schildert Christoph Koitka.

Der Poetry-Slammer ist Initiator des Projekts. In Herten und Bochum hat „Diese eine Lesebühne“ bereits Anklang gefunden. In Wattenscheid hat sich Koitka lokale Unterstützung besorgt. Mit ihm zusammen wird Jan Bühlbecker den Leseabend moderieren. Zu Gast sind in der ersten Auflage Felicitas Friedrich, Jasmin Sell und Tuna Tourette. Alle drei leben in Bochum und haben ihre Wurzeln im Poetry-Slam. Friedrich betreute bereits verschiedene Literaturprojekte an der Ruhr-Universität, schreibt für Treibgut. Sell veranstaltet einen eigenen Poetry-Slam in Gelsenkirchen-Ückendorf und Tuna Tourette spielt in einer Band und ist Teil der Bühnengruppe „Radio Bart“, die mit einem abendfüllenden Programm auftritt. Am Donnerstag stellen sie zudem Texte vor, die noch nicht aufgeführt worden sind.

„Wir wollen wirklich nicht nur Freunde, Bekannte und Verwandte der Lesenden ansprechen, sondern Publikum, das sich für Literatur interessiert und auch in die Diskussion einbringen kann und möchte“, sagt Christoph Koitka. Jan Bühlbecker ergänzt: „Bei den Texten ist sicher für jeden etwas dabei: Tuna Tourette bringt mich oft zum Lachen, Felicitas Friedrich regt zum Nachdenken an, auch mit Jasmin Sells Werken kann man Spaß haben. Wir haben vor, ein neues Literaturangebot in Wattenscheid zu etablieren.“