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Die Tour de Wattsche

06.07.2007 | 01:00 Uhr

Heinz Stoffels stellt in einer WAZ-Reihe fünf interessante Routen für einen Ritt auf dem Drahtesel vor.Faszination Radfahren führt den passionierten Hobby-Sportler bis zum "Himmelfahrtskommando"

"Ja mir san mit'm Radl da", so sang es schon die bayerische Kombo "Die Hot Dogs". Und auch die Wattenscheider WAZ-Leser könnten bald ohne längere Vorplanung auf ihren Drahteseln durch die City flitzen: Heinz Stoffels stellt an den kommenden fünf Samstagen drei familienfreundliche und zwei anspruchsvollere Radtouren um und durch die Hellwegstadt vor. Auf zur Tour de Wattesche!

Heinz Stoffels ist passionierter Hobby-Sportler. Schon im zarten Alter von vier Jahren hat er mit dem Radfahren angefangen. "Los ging es eigentlich mit einem Dreirad", erzählt der 62-jährige Munscheider. "Einmal bin ich damit sogar von Zuhause abgehauen und war den ganzen Tag unterwegs", schmunzelt er. Mittlerweile ist er aber vom Drei- aufs Zweirad umgestiegen. "Ich besitze zwei Rennräder und eins für Touren", listet Heinz Stoffels seinen Fuhrpark auf. Auch auf dem Tandem ist er ab und zu mit seiner Lebensgefährtin unterwegs. Außerdem schlägt sich seine Freude am Radeln auch darin nieder, dass er seit zwölf Jahren Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ist. Dort hat er sich unter anderem als Tourenleiter engagiert.

Radfahren ist seine Leidenschaft: "Faszinierend an Touren mit dem Drahtesel ist, dass man die Landschaft, die Leute und Sehenswürdigkeiten intensiver wahrnimmt. Mit dem Auto fährt man nur daran vorbei", erläutert Heinz Stoffels. Mit seinem Freund Rainer Sielker plant er deshalb regelmäßig Ausflüge. In diesem Jahr waren die beiden in Sachsen und Thüringen unterwegs. "Wir sind 700 Kilometer in sechs Tagen gefahren, mit Gepäck auf dem Buckel", erzählt der Hobby-Speedway-Fahrer. Für September ist eine Ferntour geplant, die etwa 1000 Kilometer lang sein wird: Von Berlin nach Prag und Bochum. Auch am sogenannten "Himmelfahrtskommando" mit Tagesetappen von bis zu 300 Kilometern hat Heinz Stoffels schon teilgenommen. Da muss einem doch irgendwann der Hintern weh tun. "Nein, das ist nicht so. Man muss nur das richtige Rad haben", verrät Stoffels. Ab und zu organisiert das ADFC-Mitglied auch kleinere Privattouren für bis zu 16 Teilnehmer. "Geschlafen wird dann, wo man einen Platz findet. Ich hab sogar schon in einem Bootshaus übernachtet", verrät der Abenteurer.

Was Wattenscheid angeht, so glaubt der Sportfan: "Hier gibt es wenig Radfahrer. Dabei sind Stadt und Umgebung sehr schön und sollten mit dem Drahtesel erkundet werden." Deshalb hat er fünf verschiedene Routen ausgesucht, die sich vom Alten Markt in alle Himmelsrichtungen erstrecken. Jede Tour wird markante Ankerpunkte wie zum Beispiel den Helfs Hof, die Himmelstreppe und Zeche Knirps haben. Die "Westtour" stellt Heinz Stoffels in der nächsten Samstagsausgabe vor.

"Wir sind 700 Kilometer in sechs Tagen gefahren."

Von Kristina Nocke



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