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Die Freiwillige Feuerwehr zieht eine positive Bilanz

13.02.2016 | 14:00 Uhr
Die Freiwillige Feuerwehr zieht eine positive Bilanz
Die Freiwilligen Feuerwehren, hier bei der Jahresabschlussübung 2015, ziehen positive Bilanz. Sie können eigenständig Einsätze abwickeln, sind schnell vor Ort und gewinnen Nachwuchskräfte.Foto: Gero Helm / Funke Foto Services

Wattenscheid/Bochum.   Viele Einsätze konnten die Ehrenamtlichen eigenständig abwickeln. Neue Gebäude und Fahrzeuge sind auf den Weg gebracht. Zusammenarbeit verbessern.

Die Freiwilligen Feuerwehren in Bochum und Wattenscheid sahen sich im vergangenen Jahr gut aufgestellt und ziehen eine positive Bilanz für 2015. So konnten die Ehrenamtlichen in den Außenbezirken viele Einsätze eigenständig und erfolgreich abwickeln, drei neue Gebäude zur Unterbringung von Einheiten sind auf den Weg gebracht. Weitere und neue Fahrzeuge stehen in Kürze ebenso zur Verfügung. „Ein gutes Jahr also, das zudem Perspektiven für die Zukunft aufgezeigt hat“, betont Karl Appelhoff, Einheitsführer aus Günnigfeld und Sprecher der Freiwilligen Feuerwehren in der Gesamtstadt.

Vor allem Pkw- oder Mülltonnenbrände zählten dabei zu den insgesamt etwa 105 Einsätzen, die von den Ehrenamtlichen selbstständig übernommen wurden. Somit konnten sie zudem dazu beitragen, dass in diesen Fällen die Berufsfeuerwehr für mögliche alternative Einsätze weiter präsent war. „Die zweite Gruppe, die bei Einsätzen der Berufsfeuerwehr vor Ort nötig ist, haben wir rund 107 Mal gestellt. In mehr als 115 Fällen haben wir die Wachen eins, zwei und drei besetzt, um Folgeeinsätze bedienen zu können“, so Appelhoff.

Freiwillige Feuerwehr ist schnell am Einsatzort

Auch die Zeiten, die die Freiwilligen zum Einsatzort benötigen, seien vorzeigbar: Stiepel etwa fährt im Schnitt vier bis sechs Minuten nach der Alarmierung los, auch Günnigfeld liegt im guten Schnitt von circa sechs Minuten. „Allerdings verzögern sich viele Alarmierungen aufgrund der veralteten Leitstellentechnik. Das ist ärgerlich“, meint der 54-Jährige.

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375 Freiwillige Feuerwehrleute gehörten 2015 zu den 14 Löschzügen plus Verpflegungseinheit sowie zur Einheit Information und Kommunikation. Stärkere Gruppen finden sich in Wattenscheid, im ländlichen Stiepel sowie in Querenburg mit vielen Studenten. Ein bisschen schwächer seien laut Appelhoff dagegen die Gruppen im Bochumer Osten. Fakt sei zudem: Weil die Anforderungen an die ehrenamtlichen Floriansjünger seit einigen Jahren schon stetig zunehmen, immer mehr Einsätze in der Presse erwähnt werden, hätten es die Arbeitnehmer unter ihnen nun leichter, bei ihren Arbeitgebern Verständnis für das Engagement zu finden. „Die Wertschätzung steigt.“

Gute Nachwuchsarbeit

Für Nachwuchs sorgen auch die Jugendfeuerwehren Günnigfeld, Eppendorf, Altenbochum/Laer, Querenburg und Brandwacht. Die Übernahmequote in die Löscheinheiten liegt in Bochum bei rund 70 Prozent, in den umliegenden Städten seien es nur bis 50 Prozent.

„Ich würde mir aber wünschen, dass die eine oder andere Gruppe unter dem Dach der Feuerwehr noch enger zusammenwächst“, gibt Appelhoff einen Arbeitsauftrag für 2016 vor. „Es müsste weiter an einer konstruktiven Zusammenarbeit von Freiwilliger und Berufsfeuerwehr gearbeitet werden.“

Christopher Becker

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2016-02-13 14:00
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