Deutsche Eiche für spanische Freunde
10.09.2007 | 01:10 Uhr 2007-09-10T01:10:12+0200Rolf Tybussek schnitzt das Wappen von El Carpio de Tajo in Holz.Höntroper Gänsereiter wollen ihren Partner-Club von der Iberischen Halbinsel auf diese Weise ehren
In der kleinen Werkstatt von Rolf Tybussek ist man von Zeugnissen seiner gleichermaßen außergewöhnlichen wie vielseitigen Kreativität umgeben. Alles geschnitzt. "Alles Handarbeit", versichert der Westenfelder. Da stehen Masken im Regal, die an die Grimassen der alemannischen Fastnacht erinnern und Holzpferdchen mit beweglichen Beinen. Aber auch sakrale Kunst. "Schauen Sie, was ich hier im Karton habe", sagt Tybussek, zieht Klebestreifen ab, öffnet die Pappflügel und bringt einen kleinen, prächtigen Holzaltar zu Vorschein. "Lindenholz", erläutert er, "so etwas Detailreiches funktioniert nur mit Lindenholz. Eiche wäre da viel zu grobporig."
Gerade richtig ist das Holz der Eiche für Tybusseks aktuelle Arbeit. Auf dem Arbeitsblock hat er ein quadratisches Eichenbrett fixiert. Gut 30 mal 30 Zentimeter groß, etwa vier Zentimeter stark. Der Autodidakt hat schon etliche Stunden Arbeit in das Relief gesteckt. "Das ist das Wappen der spanischen Stadt El Carpio de Tajo. Höntroper Gänsereiter haben es bei mir in Auftrag gegeben. Zu Ehren ihrer spanischen Gänsereiter-Freunde wollen sie es ihrem Standartenschrank hinzufügen." Tybusseks Künstlerkollege, der Gänsreiter Wolfgang Schlott, erläutert: "Der Schrank steht im Kolpinghaus Höntrop. Im Zuge der dortigen Umbauarbeiten wurde es auch nötig, unseren Standartenschrank zu verändern und zu vergrößern - da passt das Wappen prima rein." Und das kann sich schon jetzt - den letzten Schliff gibt ihm Rolf Tybussek in der kommenden Woche - sehen lassen.
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