Den Jakobsweg hautnah erleben

Manfred Görke auf dem Jakobsweg
Manfred Görke auf dem Jakobsweg
Foto: privat

Wattenscheid..  Alle fünf Kontinente hat Weltenbummler Manfred Görke schon bereist – und kann darüber nicht nur spannende Geschichten erzählen, sondern hat das Erlebte auch filmisch festgehalten. In seinem aktuellen Film geht es um den Jakobsweg, der ihn derzeit besonders fasziniert.

„Ob aus religiösen, spirituellen oder Lebenssinn stiftenden Motiven: Jeder, der diesen Weg geht, geht ihn letztlich allein und kommt auch allein an.“ Manfred Görke besuchte innerhalb von zwei Jahren zu unterschiedlichen Jahreszeiten mehrere Pilger-Routen. Entstanden ist daraus eine Trilogie zum Jakobsweg. Im dritten Beitrag geht es nun um den katalanischen Teil des Pilgerweges – der entsprechende Filmvortrag „Von den französischen Pyrenäen bis zum Kloster Montserrat“ steht am 25. Februar ab 19.30 Uhr im Höntroper Begegnungszentrum Magma (Vincenzstraße) auf dem Programm, Eintritt 5 Euro.

Land und Leute im Blick

Das Ziel unzähliger Pilger ist die Kathedrale von Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus. Besonders die Pyrenäen als rund 430 Kilometer lange Gebirgskette, die die Iberische Halbinsel vom übrigen Europa trennen, sind dabei für die Jakobspilger eine große Herausforderung. Manfred Görke startet seine Filmroute diesmal im französischen Perpignan mit seiner mächtigen Kathedrale. Über den „heiligen Berg der Katalanen“, den Pic du Canigou, geht es nach Sant Pere de Rodes mit seiner Benediktinerabtei aus dem neunten Jahrhundert. Und anschließend führt der Weg weiter zur dritten großen Station: Montserrat mit dem mächtigen Kloster (dort leben rund hundert Mönche) und der „Schwarzen Madonna“.

Der Film zeigt in herrlichen Farben (HD-Qualität) Land und Leute, auch Sehenswürdigkeiten abseits der kirchlichen Ziele; zum Beispiel ein mit hunderten Muscheln – dem Pilgerzeichen – bestücktes Privathaus. „Und ich bin Menschen begegnet, denen die Reise auf dem Jakobsweg wahrlich innere Ruhe und Befreiung gebracht hat“, betont Manfred Görke, der durch seine offene Art schnell Kontakte knüpft.

Der 78-jährige Eppendorfer, der mit seiner Ehefrau auf Tour war, hat reichlich Filmmaterial mit nach Hause gebracht. „Es ist gar nicht so einfach, aus der Fülle dann auszuwählen, da man sich ja leider beschränken muss.“ Spanien mit seiner spannenden Historie, der katholisch geprägten Vergangenheit und den maurischen Einflüssen haben einen starken Eindruck bei ihm hinterlassen – das heißt schon was für jemanden, für den Reisen seit mehr als 50 Jahren fest zum Leben gehört und der weltweit so viele Länder gesehen hat.