CDU sieht Stadt in der Informationspflicht

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Wattenscheid..  Das Abschotten der Anwohner und Geschäfte auf der Hüller Straße entgegen den vorherigen Ankündigungen ist alles andere als bürgerfreundlich kommuniziert worden. So wörtlich kritisiert Hans Henneke, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender und Günnigfelder Ratsmitglied, die Baustellen-Situation auf der Hüller Straße/Ecke Parkstraße (WAZ berichtete).

Bereits im September 2014 habe Henneke bezüglich der Verwaltungsvorlagen zu den Kanalbaumaßnahmen am Beispiel der Hüller Straße eine Anfrage im Rat gestellt, „die bis heute nicht beantwortet worden ist.“

Darin sei u.a. gefordert worden, „dass die Verwaltung über Abweichungen von der ursprünglichen Baustellenplanung informieren soll“. Im Fall der Baumaßnahme „Hüller Straße“ sei in dem Beschluss der Gremien von der Verwaltung eine Bauzeit von vier Monaten und nicht „mit ein bisschen Glück“ von acht Monaten angegeben worden.

Ursprünglich sei auch von einer abschnittsweisen Baumaßnahme die Rede gewesen, die – wenn auch eingeschränkt – immer eine Erreichbarkeit aller Häuser und Geschäfte sichergestellt hätte, und nun seien die Anlieger vollständig abgeschirmt. „Die Stadt muss aktiv auf die Betroffenen zugehen und nicht umgekehrt“, meint Hans Henneke.

Thomas Fründ vom Tiefbauamt betont indes, dass den Anwohnern die Kontaktdaten – auch Handynummern – der Bauleitung vor Ort bekannt seien. Hier könnten beide Seiten aufeinander zugehen. Ein Austausch sei jederzeit möglich, er stehe auch selbst als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem seien Grundstückseinfahrten bis auf wenige Ausnahmen stets zugänglich gewesen. Es sei lediglich aufgrund von Arbeiten an den örtlichen Kanalgräben zu kurzfristigen Sperrungen gekommen. Fründ räumt ein, dass zunächst eine Bauzeit von vier Monaten angegeben worden war. Erst später hätten die Stadtwerke aber festgestellt, welcher Bedarf an neuen Wasserleitungen besteht.

Die dazugehörige Anfrage wird nun kurzfristig beantwortet.