Bürgerzentrum auf den Weg bringen

Der Bürgerstammtisch kam nun mit Serdar Yüksel (MdL) ins Gespräch.
Der Bürgerstammtisch kam nun mit Serdar Yüksel (MdL) ins Gespräch.
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid..  Das mögliche „Bürgerzentrum“ für Eppendorf bleibt weiterhin ein aktuelles Thema. So war Dienstagabend der Landtagsabgeordnete und Wattenscheider SPD-Vorsitzende Serdar Yüksel zu Gast beim Eppendorfer Bürgerstammtisch, der die Idee einer Begegnungsstätte im Ortsteil auf den Weg brachte. Yüksel hörte sich die konkreten Vorschläge und Pläne – soweit vorhanden – dazu an, will nun den Kontakt zu Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz und Stadtdirektor Michael Townsend suchen, um abzuklären, inwiefern eine Realisierung des Projekts möglich ist.

So stellt sich der Bürgerstammtisch vor, das Stadtteilzentrum in der ehemaligen Grundschule an der Ruhrstraße 30 unterzubringen. Ein Hauptaugenmerk soll dabei auf das Schulmuseum gelegt werden, das – wie sich die Eppendorfer Gruppe vorstellen könnte – von Riemke aus in den Wattenscheider Süden umzieht. Die städtische Einrichtung in den Räumen der Cruismannschule braucht eine neue Bleibe, ist aus baurechtlichen Gründen derzeit geschlossen.

Raumangebot nutzen

„Das Bochumer Schulmuseum mit seinen Exponaten ist ein Juwel mit unwiederbringlichen Werten. Die gesamte Einrichtung spiegelt das kulturelle Leben einer ganzen Epoche wider“, betonte Stammtisch-Mitglied Gerd Robok gegenüber Yüksel. „Wir alle haben mit Beginn unserer Schulzeit die wirklich wichtigen Dinge über das Leben und für unser Leben erfahren. Pädagogen wissen schon lange, dass ohne das Wissen um die Vergangenheit keine Zukunft real zu gestalten ist. Diese Schulmuseum in der Versenkung verschwinden zu lassen, wäre eine Katastrophe“, führte Robok weiter aus.

Daneben könnte die Umwandlung des ehemaligen Schulgebäudes in ein Stadtteilzentrum weitere Vorteile bringen, da durchaus noch Raumbedarf für Vereine und Verbände bestehe. Es fehlten Räume für etwa Stadtteilkonferenzen (Sozialraumkonferenz), ein Proberaum für die Eppendorfer Liederfreunde, Atelierräume und Ausstellungsräume des Wattenscheider Künstlertreffs, der sich u.a. mit integrativen Projekten vor Ort ansiedeln möchte, ein Jugendtreff mit Proberäumen und ein Angebot für Senioren.

Noch stehe aber nicht fest, welche Pläne die Stadt mit diesem Gelände verfolgt. Fakt sei jedoch auch, wie Yüksel sagte, dass in Eppendorf Bauland für junge Familien benötigt wird. Ansonsten sei die Idee lobenswert, „einziges Ausschlusskriterium ist die finanzielle Frage“. Hier will Yüksel nachhören, inwiefern auch das Land eine Förderung übernehmen könnte.